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NEUMARKT. Acht Asylwerber sollen für ein Jahr im Böhm-Haus am Marktplatz untergebracht werden. Die Bezirkshauptmannschaft Freistadt, die Volkshilfe und die Gemeinde Neumarkt versuchen derzeit einvernehmliche Rahmenbedingungen für die zeitlich befristete Aufnahme Neumarkt auszuhandeln.

In das Böhmhaus am Marktplatz werden acht Asylwerber einziehen. Symbolfoto: Weihbold
In das Böhmhaus am Marktplatz werden acht Asylwerber einziehen. Symbolfoto: Weihbold

Die Unterbringung soll im sogenannten Böhm-Haus am Marktplatz erfolgen, das im Eigentum der Gemeinde ist und schon einmal als Quartier für eine Flüchtlingsfamilie gedient hat. Die Unterbringung soll laut Bürgermeister Christian Denkmaier befristet auf ein Jahr erfolgen, weil das derzeit leer stehende Böhm-Haus ab Sommer 2016 als „Haus der Zukunft“ eine zentrale Bedeutung in der Ortskernentwicklung haben wird. Um das Haus kurzfristig wieder bewohnbar zu machen, müssten überschaubare Investitionen getätigt werden, die durch eine Art „Miete“ des Innenministeriums abgedeckt werden sollen.  

„Die Unterbringung von acht Asylwerbern ist zweifelsfrei eine Herausforderung. Ich erachte diesen Schritt indessen als solidarischen Beitrag der Gemeinde Neumarkt in einer Zeit, in der angesichts unfassbarer Tragödien vor unsrer Haustüre Mitmenschlichkeit unabdingbar ist“, erläutert der Bürgermeister. „Ich habe die Verantwortlichen aller Gemeinderatsparteien eingeladen, diese Maßnahme mitzutragen und aus Vorwahldebatten herauszuhalten und diesbezüglich durchwegs sehr positive Signale erhalten“, ergänzt Denkmaier. Auch Pfarrer Klemens Hofmann und der Sozialausschuss der Pfarre erachten diese Initiative als sehr wertvoll.  

Klar ablehnend haben Bürgermeister und Gemeinde hingegen auf einen Vorschlag reagiert, im Ortseingangsbereich von Neumarkt für mehrere Jahre Wohncontainer für bis zu 50 Flüchtlinge aufzustellen. „Diese Variante wäre für die Asylwerber und die Gemeinde gleichermaßen problematisch, und ich habe deshalb zu verstehen gegeben, dass die Gemeinde eine derartige Vorgangsweise sicher nicht mittragen wird“ , sagt der Bürgermeister. Entsprechende Überlegungen sind mittlerweile bereits wieder vom Tisch.


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