Freistädter Diätologin rät: Die Hitzeschlacht mit genügend Flüssigkeit gewinnen
FREISTADT. Hohe Temperaturen belasten den Körper. Besonders ältere Menschen, Kinder sowie chronisch Kranke haben im Sommer ein erhöhtes Risiko für Flüssigkeitsmangel. Diätologin Elisabeth Kranzl vom Klinikum Freistadt rät daher, gerade an heißen Tagen bewusst auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Der menschliche Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Schon ein geringer Flüssigkeitsmangel kann zu Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsproblemen führen. Besonders gefährdet sind Kinder, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie ältere Menschen, denn mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl häufig ab.„Grundsätzlich ist das Durstgefühl bei gesunden Erwachsenen ein guter Indikator für den Flüssigkeitsbedarf. Allerdings kann es in bestimmten Situationen – etwa bei großer Hitze, intensiver körperlicher Belastung, Fieber oder im höheren Lebensalter – weniger zuverlässig sein. Ich empfehle daher, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken und nicht erst zu warten, bis starker Durst auftritt“, erklärt Elisabeth Kranzl, leitende Diätologin am Klinikum Freistadt.
Flüssigkeit tanken – auch über den Teller
Ideal als Getränke eignen sich Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie stark verdünnte Fruchtsäfte. Wasser lässt sich gerade im Sommer gut mit einem Spritzer Zitronensaft oder einer feinen Scheibe Ingwer oder ein paar Blättern Minzeverfeinern. „Auch wasserreiche Lebensmittel wie Gurken, Melonen, Tomaten oder Beeren können einen Beitrag zur ausreichenden Flüssigkeitsversorgung leisten“, ergänzt Kranzl.
Erwachsene sollten täglich rund 1,5 Liter Flüssigkeit in Form von Getränken zu sich nehmen. (Kinder bis 10 Jahre ca. 1 Liter, über 10 Jahre 1 – 1,5 Liter.) „Regelmäßiges Trinken über den Tag verteilt – zu den Mahlzeiten und auch zwischendurch – hilft, den Körper ausreichend mit Wasser zu versorgen und einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen“, rät die Diätologin.
Flüssigkeitsverlust rechtzeitig ausgleichen
Bei großer Hitze, Fieber, Erbrechen oder Durchfall steige der Flüssigkeitsbedarf deutlich an. Auch körperlich anstrengende Arbeit und Sport erhöhen den Bedarf, da der Körper über das Schwitzen zusätzliche Flüssigkeit verliert. „An heißen Tagen oder bei starker körperlicher Belastung können daher durchaus bis zu 3 Liter oder sogar mehr erforderlich sein. Entscheidend ist, die Flüssigkeitsverluste rechtzeitig auszugleichen“, empfiehlt Elisabeth Kranzl.


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