Grünbacher Herzspezialist erhält höchste Kardiologie-Auszeichnung Österreichs
LINZ/GRÜNBACH. Der gebürtige Grünbacher Helmut Pürerfellner ist mit der Fritz-Kaindl-Medaille ausgezeichnet worden. Die Ehrung gilt als höchste jährlich vergebene Auszeichnung für einen österreichischen Kardiologen und würdigt seine jahrzehntelangen Verdienste um die Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

Helmut Pürerfellner wurde 1961 in Grünbach bei Freistadt geboren und wuchs im Ortsteil Rauchenödt auf. Bereits in jungen Jahren zeigte er als erfolgreicher Leichtathlet des ULC Linz großen Ehrgeiz. Mehrere Landesmeistertitel und Teilnahmen an internationalen Wettkämpfen prägten ihn ebenso wie die Werte Ausdauer, Disziplin und Teamgeist – Eigenschaften, die ihn später auch in seiner medizinischen Laufbahn begleiteten.
Nach dem Medizinstudium an der Universität Wien spezialisierte sich Pürerfellner auf Herzrhythmusstörungen. Seit 1989 arbeitet er am heutigen Ordensklinikum Linz Elisabethinen. Zehn Jahre später übernahm er die Leitung des Departments für Klinische Elektrophysiologie und baute den Standort zu einem international anerkannten Zentrum für Herzrhythmustherapie aus.
Pionier der Herzrhythmustherapie
Die Fritz-Kaindl-Medaille erhielt Pürerfellner im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft im Salzburger Congress. Er zählt zu den Pionieren der klinischen Elektrophysiologie in Österreich und führte in Linz früh komplexe Ablationsverfahren bei Vorhofflimmern und ventrikulären Tachykardien ein. Darüber hinaus veröffentlichte er rund 200 wissenschaftliche Arbeiten und engagiert sich seit vielen Jahren in der Ausbildung junger Kardiologen aus dem In- und Ausland.
International aktiv
Seit September 2024 steht der Grünbacher außerdem an der Spitze der European Heart Rhythm Association. Als Präsident der europäischen Fachgesellschaft vertritt er die Rhythmologie in mehr als 60 Mitgliedsstaaten. Trotz seiner internationalen Aufgaben blieb das Ordensklinikum Linz Elisabethinen stets sein beruflicher Mittelpunkt.
Was ihn bis heute antreibt, bringt Pürerfellner mit wenigen Worten auf den Punkt: „Ich möchte Probleme für andere lösen und Dinge besser machen, als sie vorher waren.“


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