Schule zu Hause: Hauptlernzeit sollte am besten am Vormittag sein
NEUMARKT/BEZIRK FREISTADT. Wegen der Coronakrise erledigen Schüler derzeit ihre Aufgaben zu Hause. Judith Berlesreiter-Dangl von „Die Lernerei – Institut für Lernbetreuung“ aus Neumarkt gibt Tipps, wie das Lernen daheim gut gelingen kann.

„Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass grundsätzlich bei vielen das Bemühen groß ist und je älter die Lernenden sind, umso besser funktioniert diese Form des eigenständigen Lernens“, sagt Berlesreiter-Dangl. „Die Tugenden Selbstorganisation, Eigenverantwortung und Disziplin sind logischerweise erst bei älteren Schülern ausgeprägt. Daher brauchen jüngere Schüler oftmals Unterstützung von Eltern.“
Zeitplan erstellen
Zum Lernen braucht es entsprechende Rahmenbedingungen wie einen adäquaten Lernplatz, einen Zeitplan und technische Voraussetzungen. „Manche wollen ihren Kindern vielleicht zu sehr unter die Arme greifen. Hier kann es helfen, sich etwas zurückzunehmen und fachliche oder inhaltliche Probleme und Fragen vom Lernenden mit der Lehrperson abklären zu lassen. Wichtig ist es, Möglichkeiten zu schaffen, dass Kinder weitgehend selbstbestimmt arbeiten können. Man soll Aufgaben nicht für die Kinder lösen, sondern sie beim Lösen unterstützen.“
Bewegungseinheiten einbauen
Berlesreiter-Dangl rät auch, Lern- und Freizeiten fix zu planen. Hier kann es helfen, sich an den Stundenplan der Schule zu halten. Ist einmal weniger zu tun, kann man dafür eine Bewegungseinheit einbauen oder eine Pause einlegen. „Pausen sind nämlich auch im Heimlernbetrieb essentiell. Die Hauptlernzeit sollte eher an den Vormittagen liegen.“ Lernhilfen wie Eselsbrücken, Wiederholen, oder Schaubilder können den Lernprozess generell fördern.


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