Infoserie: Weniger vom Tier auf den Teller
BEZIRK FREISTADT. Im vierten Teil der Infoserie „Unser Essen – (k)eine Klimasünde“, gemeinsam mit dem Energiebezirk Freistadt (EBF), geht es um die gravierenden ökologischen Folgen des Konsums von Fleisch und Milchprodukten.

Tierische Produkte machen 23 Prozent des Konsumvolumens von Nahrungsmitteln aus, generieren jedoch 67 Prozent der nahrungsmittelbedingten Emissionen Österreichs, da die Produktion von Fleisch sehr ressourcenintensiv ist. Um beispielsweise ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen, werden – je nach Tierart und Haltungsform – etwa sechs bis 16 Kilogramm Futtermittel benötigt.
100 Kilogramm Fleischverbrauch pro Person und Jahr
Umso erschreckender ist es, dass wir Österreicher mit über 100 Kilogramm Fleisch pro Person pro Jahr den höchsten Brutto-Fleischverbrauch in der EU verzeichnen. Der hohe Konsum von Fleisch und tierischen Proteinen in Österreich ist ein Treiber des Klimawandels.
Der Nahrungsmittelkonsum entspricht etwa 17 Prozent der österreichischen konsumbedingten Gesamtemissionen, dem sogenannten CO2-Fußabdruck. Wenn die indirekten Emissionen aus Landnutzungsänderungen – also die Umwandlung von Wald und Grünland in Ackerland – mit einbezogen werden, wächst dieser Anteil sogar auf 20 Prozent der österreichischen Emissionen an und wäre somit nach dem Sektor Mobilität der zweitgrößte Emissionssektor.
Erzeugung tierischer Produkte braucht viel Land
Zwischen 70 und 80 Prozent des globalen Landbedarfs der EU resultieren aus der Herstellung tierischer Produkte. Der Großteil der Anbaufläche wird für die Produktion von Futtermitteln wie Mais und Soja genutzt. Der österreichische Bedarf von Ackerland beträgt insgesamt 1,7 Millionen Hektar, was die heimisch verfügbare Fläche um mehr als 35 Prozent übersteigt.
Immer mehr Flächen werden versiegelt, während die wachsende Weltbevölkerung immer mehr Landflächen benötigt. Ein Wandel weg von einer tierbasierten hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung ist daher nicht nur im Sinne des Klimaschutzes, sondern auch im Sinne der Flächen- bzw. Ressourcenschonung notwendig.


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