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Tauschhandel machte vor 250 Jahren die Neustifter zu Mühlviertlern

Martina Gahleitner, 18.03.2015 08:00

NEUSTIFT. Auf die bayrischen Wurzeln der Grenzgemeinde weist das heurige Kulturjahr hin. Denn erst seit 250 Jahren gehört Neustift nach einem Tauschhandel zu Oberösterreich.

Bürgermeister Franz Rauscher (r.) und Kulturjahr-Cheforganisator Hermann Wallner an der österreichisch-bayrischen Grenze *Foto: Fellhofer
Bis 1765 war das Gebiet westlich der Ranna im Besitz der Bischöfe von Passau. Dann führte Kaiserin Maria Theresia eine Gebietsreform durch und erhielt die heutige Gemeinde Neustift. Im Gegenzug sicherte sich Kardinal Leopold Ernst von Firmian das Pfleggericht Jandelsbrunn mit 16 Dörfern bis zum Dreisesselberg. „Die Gebietebereinigung setzte der Fürstbischof nicht ohne Hintergedanken durch. Er wollte damit ein ideales Jagdgebiet im Böhmerwald schaffen“, berichten Bürgermeister Franz Rauscher und der Kulturjahr-Cheforganisator Hermann Wallner.   Mit einer ganzen Reihe an Veranstaltungen feiern die Neustifter heuer die Zugehörigkeit zu Oberösterreich: Zum Auftakt erzählt Alfred Zehetner am 17. April bei einem Diavortrag über die Geschichte Neustifts. Auch das traditionelle Fest des Jahres zu Pfingsten steht im Zeichen des 250-jährigen Jubiläums und erinnert an die bayrischen Wurzeln – unter anderem mit bayrischem Bier aus Maßkrügen.   Gedenkstein wird enthüllt   Als Höhepunkt des Kulturjahres wird am 25. Oktober, dem Unterzeichnungstag von 1765, ein Gedenkstein am Ortsplatz enthüllt. Eingeladen sind auch Gäste aus Jandelsbrunn.   GeschichteDie Gemeinde Neustift trat durch die Donau und die Entstehung von Burgen und Adelssitzen (Riedl, Rannariedl, Altenhof, Hochhaus, Falkenstein) schon früh in der Besiedlungsgeschichte in Erscheinung. 1268 wurde „Ranarigl“ erstmals erwähnt, als Burg der Falkensteiner. Die umliegenden Dörfer wurden im 14. Und 15. Jahrhundert genannt, erst 1509 der Ort „Neustüfft“ selbst. 1575 erhielt die Herrschaft Rannariedl das Recht der Hohen Gerichtsbarkeit.

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