Judo-Bundesliga legt wegen Hochzeit Frühstart hin
NIEDERWALDKIRCHEN. Dass die Bundesliga-Heimkämpfe des UJZ Mühlviertel samstags stattfinden, gilt als ungeschriebenes Gesetz. Für Ernst Hofer macht man aber nur zu gerne eine Ausnahme - schließlich will die Klub-Ikone, die schon 163 Mal fürs UJZ in der Bundesliga gekämpft hat, am Samstag heiraten.

„Mir fällt kein schönerer Grund ein, um von unserem Samstagtermin abzuweichen“, sagt UJZ-Trainer Martin Schlögl, der deshalb den Saisonauftakt gegen Dynamic One von kommenden Samstag auf Freitag (22. März, 20 Uhr, in der Josef Reiter Halle in Niederwaldkirchen) vorverlegt hat.
Bei der Hochzeit werden die Judokas freilich mit dabei sein. Die Judoka werden in ihren Kimonos Spalier stehen, wenn Ernst Hofer und seine Petra aus der Kirche kommen. „Das gesamte Bundesliga-Team wird dort sein, auch die Legionäre“, ergänzt der Trainer.
Neuzugang aus dem „Scharinger-Stall“
Bei den Legionären wird das Union Judozentrum Mühlviertel übrigens weiter auf Marcus Nyman (-90 kg) zurückgreifen können. Der Schwede weist mit knapp über 90 Prozent die höchste Siegquote aller UJZ-Bundesligakämpfer (bei mindestens 50 Einsätzen) auf. Außerdem steht am Freitag mit Mathias Madsen ein völlig neuer Mann für das UJZ auf der Matte. Der 100-kg-Kämpfer kommt auf Vermittlung des dortigen Nationaltrainers Peter Scharinger aus Dänemark. „Er ist eine Investition in die Zukunft“, kommentiert Schlögl, der lange über diese Verpflichtung nachgedacht hatte. „Neben seinem Potenzial hat auch seine Verfügbarkeit für ihn gesprochen. Die ist in der Olympia-Qualifikation Trumpf.“ Außerdem haben sich Daniel Allerstorfer und Co. für den 19-Jährigen ausgesprochen.
Die Einschätzung ist nicht verkehrt: Zuletzt holte Madsen mit Platz drei bei den European Open in Warschau sein erstes Podest bei einem Weltranglistenturnier der Erwachsenen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden