Mordprozess in der Landeshauptstadt
SANKT PÖLTEN. Am heutigen Mittwoch steht ein 48-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Bei einem Streit in Ober-Grafendorf (Bezirk Sankt Pölten-Land) soll er seinen 70-jährigen Vater erstickt haben. Der Beschuldigte spricht laut orf.at von Notwehr.

Eskaliert ist ein Streit zwischen dem Vater und dem Sohn Ende März auf einem Bauernhof. Der Vater war wenig später tot, der verletzte Sohn wurde ins Spital gebracht. Noch während seines Krankenhausaufenthaltes wurde er laut orf.at von der Polizei festgenommen. Dem Obduktionsgutachten zufolge ist der 70-Jährige durch einen starken Druck auf den Brustkorb erstickt.
Mord oder Notwehr?
Den Vorwurf des Mordes weist der Angeklagte laut orf.at aber zurück. „Er wollte sich nur verteidigen“, meinte sein Anwalt Manfred Arbacher-Stöger, weil ihm der Vater im Zuge des Streits mit dem Umbringen gedroht haben soll. Er habe zu keinem Zeitpunkt daran gedacht, seinen Vater zu töten. Nun liegt es an den Geschworenen, über das Urteil – Mord oder Notwehr – zu entscheiden.


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