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OBER-GRAFENDORF. Der 2015 neugegründete FC Ober-Grafendorf hat heuer in der 2. Klasse Traisental überlegen den Meistertitel geholt. Spielertrainer Stefan Lärnsack hat somit bereits in seinem ersten Jahr sein für drei Jahre festgelegtes Ziel – den Aufstieg in die 1. Klasse West Mitte - erreicht. Langfristig will er mit dem FCO in die Gebietsliga aufsteigen.

Stefan Lärnsack mit seiner Gattin Cornelia und seinen beiden Töchtern.
  1 / 2   Stefan Lärnsack mit seiner Gattin Cornelia und seinen beiden Töchtern.

Als Spieler stand Stefan Lärnsack schon bei namhaften Adressen des niederösterreichischen Amateur- und Profifußballs unter Vertrag. Nach dem Besuch der Akademie in St. Pölten gab er 2010 sein Debut im Erwachsenenfußball beim FC Waidhofen/Ybbs in der Regionalliga Ost. Ab Winter 2012 schnupperte er in seiner Geburtsstadt Wiener Neustadt Bundesliga-Luft. Im Sommer 2012 wechselte Lärnsack zurück in die Regionalliga Ost zum SKU Amstetten.

Erste Erfahrungen als Trainer

Von 2014 bis 2017 spielte er drei Saisonen für den ASV Spratzern. Dort trainierte er nebenbei zwei Jahre lang die U9 und ein Jahr lang die U15, mit der er auch seinen ersten Meistertitel als Trainer feierte. „Durch meine Tätigkeit im Jugendbereich bei Spratzern und die Trainerausbildungen beim Niederösterreichischen Fußballverband kam ich auf den Geschmack, weiterhin als Trainer zu arbeiten“, sagt Lärnsack.

Skepsis am Anfang

Nach Gesprächen mit Ober-Grafendorfs Obmann Franz Bäuchler übernahm Stefan Lärnsack zu Beginn der Saison 2017/18 das Traineramt beim FCO. Mit seinen erst 26 Jahren ist Lärnsack nicht nur der jüngste Trainer einer Kampfmannschaft in Niederösterreich, sondern sogar einer der jüngsten in ganz Österreich. Obwohl er anfangs nicht zuletzt aufgrund seines Alters mit etwas Skepsis an die Sache heranging, wurde Lärnsack von der Mannschaft gut aufgenommen und von Anfang an respektiert.

Mentale Stärke war ausschlaggebend

Die Saison 2017/18 begann mit einem haushohen 7:0-Sieg und zwei Auswärts-Niederlagen in den ersten drei Partien etwas schleppend. Schon zur Winterpause lachte der FCO aber von der Tabellenspitze. „Fußballerisch hatten wir das stärkste Kollektiv der Liga. Wir wussten, dass wir in jeder Partie zwei Tore schießen können und defensiv gut stehen. Wir haben die ganze Saison auch nur 17 Gegentreffer erhalten. Ausschlaggebend für den Meistertitel war aber, dass wir im Kopf extrem stark geworden sind“, verrät Lärnsack das Erfolgsgeheimnis des FCO.

Dank an Gattin Cornelia

Stolz ist der Herzogenburger besonders darauf, dass seine Mannschaft den Meistertitel komplett ohne ausländische Legionäre errungen hat. Hervorzuheben sind für Lärnsack die Jungspieler, die während der Saison und im Training sehr gute Arbeit geleistet haben und die er auch in der 1. Klasse West Mitte verstärkt einbauen will. „Ein großer Dank gilt auch meiner Gattin Cornelia, die mich in allen Lebensbereichen unterstützt“, so Lärnsack.

Aufstieg ins Auge gefasst

Ein Umbruch im Kader ist beim FCO für die nächste Saison nicht geplant. „Wir möchten wenn möglich alle Spieler halten. Die Gespräche laufen bereits“, verrät Lärnsack. Eventuell wird ein Stürmer geholt, um mehr Druck auf Offensivmann Fabian Diendorfer auszuüben. Gespräche, als Spielertrainer in eine höhere Liga zu gehen, habe es ebenfalls bereits gegeben. Lärnsack denkt aber nicht daran, seine Koffer zu packen. „Der FCO ist wie eine Familie. Es ist unglaublich geil hier“, sagt er. Sein Fünfjahresziel ist es, mit dem FCO in die Gebietsliga aufzusteigen. Im August will er außerdem die UEFA B-Lizenz ablegen.


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