Tips Zeitreise KW 08 - 2014: Aufregung um Polizeipostenschließung in Oberneukirchen
OBERNEUKIRCHEN. Im Februar 2014 wurde bekannt, dass 21 Polizeiposten in Oberösterreich geschlossen werden. Darunter auch der Posten in Oberneukirchen, was für großen Unmut in der Mühlviertler Gemeinde sorgte.

„Das ist ein Drüberfahren aus Wien und keine moderne Polizeireform“, protestierte der Oberneukirchner Bürgermeister Josef Rathgeb (ÖVP). Erst eine knappe Stunde vor der Pressekonferenz, bei der die Schließungen damals vom Innenministerium bekannt gegeben wurden, habe er telefonisch davon erfahren. „Bereits in diesem Telefonat habe ich unser völliges Unverständnis und unseren Unmut über die Vorgangsweise des Bundes klar deponiert“, so der Bürgermeister weiter.
Keiner von den 5750 Bewohnern, den Polizisten, Gemeindevertretern oder Verantwortungsträgern sei in irgendeiner Form und ohne Mitspracherecht in die Entscheidung eingebunden worden. „Nun soll die mit sechs Polizisten besetzte Dienststelle innerhalb weniger Wochen geschlossen werden“, so Rathgeb damals. Kritik kam auch von der damaligen FPÖ-Bezirksparteiobfrau Anneliese Kitzmüller: „Um den Kriminaltourismus einzudämmen, ist es völlig kontraproduktiv, dass in Oberneukirchen der Polizeiposten geschlossen wird. Statt diesen Posten zu schließen, wäre es an der Zeit, die Sicherheit der Bevölkerung zusätzlich durch die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu stärken.“
Zuständig war die Polizei Oberneukirchen für das Gebiet zwischen Obergeng und Traberg sowie Helfenberg und Langzwettl. Die nächsten Polizeistationen befinden sich in Bad Leonfelden, Gramastetten und Hellmonsödt.


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