Niederösterreich: Drogenlenkerin (20) flüchtete vor Polizei
HAIDERSHOFEN. Am Sonntagabend, den 22. Juli 2024, kam es im Raum Haidershofen (Bezirk Amstetten) zu einer dramatischen Verfolgungsjagd, als eine 20-jährige Frau unter Drogeneinfluss versuchte, einer Polizeikontrolle zu entkommen. Die Situation eskalierte kurz vor 19:45 Uhr auf der B42, als die junge Fahrerin mit hoher Geschwindigkeit davonraste, nachdem sie zunächst einer Routinekontrolle ausweichen wollte.

Die Polizei bemerkte das Fahrzeug aufgrund seines desolaten Zustands und der fehlenden vorderen Kennzeichentafel. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd durch mehrere Ortschaften, darunter Mosing, erhöhte sich die Geschwindigkeit des Wagens auf über 140 km/h. Schließlich konnte das Fahrzeug in der Katastralgemeinde Vestenthal gestoppt werden.
Positiver Drogentest und weitere Verstöße
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die 20-Jährige keinen gültigen Führerschein hatte und der Wagen in einem nicht verkehrstauglichen Zustand war. Ein Drogenschnelltest bestätigte den Verdacht: die Fahrerin war unter dem Einfluss mehrerer Suchtmittel. Darüber hinaus war das Fahrzeug nicht für den Straßenverkehr zugelassen, und die Kennzeichentafel am Heck des Wagens war entweder gestohlen oder als verloren gemeldet.
Rechtliche Konsequenzen
Die 20-jährige Fahrerin sowie der Zulassungsbesitzer des Fahrzeugs sehen sich nun 20 Anzeigen wegen verschiedener Übertretungen gegenüber. Die Angelegenheit wird zudem an die Staatsanwaltschaft St. Pölten weitergeleitet, da der Zustand der Kennzeichentafel zusätzliche Ermittlungen erfordert. Die Bezirkshauptmannschaft Amstetten wird ebenfalls in die rechtlichen Schritte involviert.
Täglich rund fünf Drogenlenker
Alkohol oder Drogen vermindern bereits in geringen Mengen das Leistungsvermögen am Steuer und können schnell zu einer ernsthaften Gefahr im Straßenverkehr werden. Im vergangenen Jahr wurden in Oberösterreich insgesamt 1.524 Fahrer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen, das entspricht durchschnittlich etwa fünf Lenkern pro Tag. Seit 2017 kommen Drogenvortestgeräte zum Einsatz, deren Nutzung durch kontinuierliche Investitionen und Schulungen des Personals optimiert wurde.


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