Wespen-Attacke bei Wanderung: Frau (66) schwebt in Lebensgefahr
MAYRHOFEN. Ein dramatischer Vorfall ereignete sich am Samstag, 17. August, im Zillertal: Eine 66-jährige Wanderin aus Deutschland wurde während einer Rastpause von einem Schwarm Wespen attackiert und erlitt bis zu 15 Stiche. Die Frau, die an einer schweren Allergie gegen Wespenstiche leidet, schwebt Medienberichten zufolge in Lebensgefahr.

Das Ehepaar aus Deutschland hatte sich am Samstagmittag gegen 11:45 Uhr auf dem Kreuzweg in Richtung Steinerkogel für eine kurze Pause auf einem großen Stein niedergelassen. Plötzlich wurden sie von einem Schwarm Wespen angegriffen. Während der Ehemann unverletzt blieb, stachen die Wespen die Frau mehrmals. Dank ihres mitgeführten Notfall-Pens konnte die 66-Jährige sich selbst erste Hilfe leisten, bevor ihr Mann die Rettungskräfte alarmierte.
Schnelle Rettung durch Hubschrauber
Die Bergrettung Mayrhofen rückte sofort aus und brachte die Frau zu einem wartenden Notarzthubschrauber, der sie umgehend in eine nahegelegene Klinik flog. Einer der Bergretter beschrieb die Situation als äußerst ernst. Die Frau befindet sich nun in medizinischer Behandlung, ihr Zustand ist stabil, jedoch weiterhin kritisch.
Mehr Wespen in diesem Jahr
In diesem Jahr sind besonders viele Wespen aktiv. In der Regel sind Wespen harmlos, und ein Stich verursacht meist nur geringe Beschwerden. Allerdings kann für Allergiker ein Wespenstich lebensbedrohlich sein. Bei starken Reaktionen wie Atemnot oder Schwellungen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Wespen werden oft durch süße Speisen oder Getränke angelockt, weshalb Vorsicht bei Mahlzeiten im Freien geboten ist. Auch wenn mehrere Wespen um einen kreisen, sollte man stets Ruhe bewahren und Panik vermeiden, um Angriffe zu verhindern.

