Mit 290 km/h über die Autobahn: Raser drohte Strafe von bis zu 780.000 Euro
FREIBURG/SCHWEIZ. Ein 37-jähriger Schwede sorgte mit einer extremen Raserfahrt auf einer Schweizer Autobahn für Aufsehen. Mit einem 571 PS starken Mercedes SLS AMG raste er mit 290 km/h über die A12. Erlaubt waren an dieser Stelle lediglich 120 km/h.

Zu der Raserfahrt kam es bereits im Jahr 2010 im Kanton Freiburg. Der Fall sorgte damals nicht nur wegen der extremen Geschwindigkeit, sondern auch wegen der möglichen Höhe der Strafe für Aufsehen.
170 km/h zu schnell unterwegs
Berichten zufolge erfasste die Radarfalle den Luxus-Sportwagen mit unglaublichen 290 km/h. Damit war der Fahrer 170 km/h schneller als erlaubt unterwegs. Kurz nach der Messung wurde der 37-Jährige von der Polizei angehalten. Sein Führerschein wurde eingezogen. Auch der Mercedes SLS AMG wurde vorläufig beschlagnahmt. Der Sportwagen soll rund 300.000 Schweizer Franken wert gewesen sein.Tacho angeblich defektBei der Befragung erklärte der Schwede, der Tacho seines Mercedes sei defekt gewesen. Deshalb habe er nicht gewusst, wie schnell er tatsächlich unterwegs war. Die Behörden ließen das Fahrzeug daraufhin technisch überprüfen.
Strafe von rund 780.000 Euro drohte
Für Aufsehen sorgte vor allem die mögliche Höhe der Strafe. In der Schweiz können bei der Festsetzung von Geldstrafen auch die finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten berücksichtigt werden. Im Fall des wohlhabenden Schweden wurde eine mögliche Höchststrafe von bis zu 1,08 Millionen Schweizer Franken genannt. Das entsprach damals umgerechnet rund 780.000 Euro.
Tatsächliches Urteil fiel deutlich niedriger aus
Die letztlich verhängte Strafe fiel deutlich niedriger aus. Der 37-Jährige wurde zu einer unbedingten Geldstrafe von 27.000 Schweizer Franken, damals rund 22.000 Euro, verurteilt. Eine weitere Geldstrafe in gleicher Höhe wurde bedingt ausgesprochen.

