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PORTOFINO. Kurz hinsitzen, den Meerblick genießen oder eine Pause machen. In einem bekannten italienischen Badeort kann genau das richtig teuer werden.

Symbolbild: Nataly Zadonskaya/stock.adobe.com
Symbolbild: Nataly Zadonskaya/stock.adobe.com

In Portofino gelten Regeln, die das Sitzen und Verweilen in bestimmten Bereichen des Ortszentrums einschränken. Bei Verstößen sind Bußgelder von bis zu 500 Euro möglich.Die Gemeinde Portofino hat eine Verordnung erlassen, die das Verhalten im öffentlichen Raum regelt. Betroffen sind unter anderem Bereiche im Ortszentrum sowie stark frequentierte Plätze. Untersagt ist unter anderem das Sitzen oder Liegen auf Straßen, Plätzen und Gehwegen. Auch Mauern und bestimmte öffentliche Flächen im Zentrum sind eingeschlossen. Ziel der Regelung ist es, diese Bereiche frei und passierbar zu halten.

Diese Strafen drohen

Bei Verstößen gegen die Verordnung drohen Geldstrafen. Die Bußgelder liegen zwischen 25 Euro und 500 Euro. Die konkrete Höhe hängt vom jeweiligen Verstoß und der Situation ab. Es handelt sich dabei nicht um eine fixe Strafe ausschließlich für das Sitzen, sondern um einen allgemeinen Strafrahmen der Verordnung.

Darum wurde die Regelung eingeführt

Portofino ist ein stark frequentierter Touristenort. Besonders in den Sommermonaten kommt es zu hoher Auslastung im Zentrum. Enge Straßen und Plätze führen dazu, dass sich Menschenmengen schnell stauen. Mit der Verordnung will die Gemeinde den Durchgangsverkehr verbessern, Engstellen vermeiden und das Ortsbild schützen. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass sich größere Gruppen länger in sensiblen Bereichen aufhalten.

Kritik an den Maßnahmen

Die Regelung sorgt dennoch für Diskussionen. Kritiker sehen darin eine Einschränkung normaler Nutzung des öffentlichen Raums. Schon einfaches Sitzen oder eine kurze Pause könne dadurch problematisch werden. Befürworter argumentieren hingegen, dass solche Maßnahmen notwendig seien, um einen stark touristisch genutzten Ort funktionsfähig zu halten und Überfüllung zu vermeiden.

Andere Städte ziehen nach

Ähnliche Regelungen gibt es auch in anderen touristischen Städten Europas. Häufig geht es dabei weniger um das Sitzen an sich, sondern um die Steuerung von Menschenströmen und den Schutz stark belasteter Innenstadtbereiche.


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