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TULLN. In Tulln ist es den Ermittlungsbehörden gelungen, eine Serie von Kellereinbrüchen aufzuklären, die im Herbst 2024 für Aufregung gesorgt hatte. Mehrere Tatorte in Niederösterreich konnten nach monatelanger Ermittlungsarbeit zwei Verdächtigen zugeordnet werden.

Symbolbild: Andrey Popov/stock.adobe.com
Symbolbild: Andrey Popov/stock.adobe.com

Wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich bekannt gab, wurden in der Nacht zum 15. Oktober 2024 in einem Mehrparteienhaus in Tulln zwei Kellerabteile gewaltsam aufgebrochen. Die Täter entwendeten ein Mountainbike, mehrere Angelruten sowie diverses Angelzubehör. Von den Tätern selbst fehlte jede Spur.

Spurensicherung führt zu Verdächtigen

Die Polizeiinspektion Tulln führte am Tatort eine umfangreiche Spurensicherung durch. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse ermöglichten es, zwei tschechische Staatsbürger im Alter von 40 und 51 Jahren als Verdächtige zu identifizieren. Die Männer standen bereits zuvor im Verdacht, ähnliche Straftaten begangen zu haben.

Hausdurchsuchung bringt Beweise ans Licht

Im Mai 2025 führte die tschechische Polizei im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit eine Hausdurchsuchung beim 40-jährigen Beschuldigten durch. Dabei stießen die Ermittler auf mehrere Fahrräder und Angelausrüstungen, die als gestohlen gemeldet worden waren. Durch die anschließende Auswertung der Beweise und die Kooperation mit der Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich konnten vier Fahrräder konkreten Tatorten in Tulln, Judenau und Guntersdorf zugeordnet werden. Die Serie von Diebstählen erstreckte sich über den Zeitraum von Ende Mai bis Mitte September 2024. Der entstandene Gesamtschaden wird mit etwa 5.200 Euro beziffert.

Festnahme und Haftbefehle

Nach der Sicherstellung der Beweise wurde der 40-jährige Tatverdächtige in Tschechien festgenommen. Gegen ihn erließ die Staatsanwaltschaft Korneuburg einen europäischen Haftbefehl, um eine Auslieferung nach Österreich zu ermöglichen. Der zweite Beschuldigte, ein 51-jähriger Mann, befindet sich bereits seit Ende 2024 in Österreich in Haft, wo er eine mehrjährige Strafe wegen vergleichbarer Delikte verbüßt. Der Mann gestand, dass er an den nun aufgeklärten Kellereinbrüchen beteiligt war.


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