Parken wird teurer: Wien erhöht Gebühren – andere Städte ziehen nach
WIEN. Ab 1. Jänner 2026 müssen Autofahrer in Wien tiefer in die Tasche greifen. Die Parkgebühren steigen deutlich – und auch andere Städte in Österreich bereiten Erhöhungen vor.
Autofahrer in Wien müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Mit 1. Jänner 2026 werden die Gebühren in den Wiener Kurzparkzonen spürbar angehoben. Laut ÖAMTC dürfen „alte“ Parkscheine mit den bisherigen Tarifen noch bis 30. Juni 2026 verwendet werden. Danach verlieren sie endgültig ihre Gültigkeit – ein Umtausch oder eine Rückgabe ist nicht möglich. Auch das Parkpickerl wird teurer: Die Parkometerabgabe steigt auf 156 Euro pro Jahr.
Neue Tarife sorgen für höhere Kosten im Alltag
Konkret kosten ab Jahresbeginn 2026 bereits 30 Minuten Parken 1,70 Euro, eine Stunde schlägt mit 3,40 Euro zu Buche. Für zwei Stunden sind künftig 6,80 Euro fällig, lediglich die ersten 15 Minuten bleiben weiterhin kostenlos. Gerade für Pendler, Besucher und Kurzzeitparker bedeutet das eine spürbare Mehrbelastung im Alltag. Der ÖAMTC kritisiert seit Jahren, dass ungenutzte Parkscheine nach Ablauf der Übergangsfrist wertlos verfallen.
Preisanhebungen auch in anderen Städten geplant
Doch Wien bleibt nicht allein. Auch andere Stadtgemeinden bereiten Gebührenerhöhungen vor. In Vorarlberg stehen Anpassungen unter anderem in Dornbirn sowie Gespräche in Bregenz, Feldkirch, Bludenz und Hohenems im Raum. In Niederösterreich gelten Wiener Neustadt und Klosterneuburg als Kandidaten für höhere Tarife. In Mödling wird sogar über eine neue, flächendeckende Kurzparkzone diskutiert. Experten gehen davon aus, dass weitere Städte in ganz Österreich folgen werden.
Um den Überblick zu behalten, empfiehlt der ÖAMTC seine App und den Online-Routenplaner. Dort finden Nutzer detaillierte Informationen zu Kurzparkzonen, Zeiten, Preisen und Bezahlmöglichkeiten in rund 60 österreichischen Städten. Mit aktivierter Standortfunktion zeigt die App zudem sofort an, in welcher Parkzone man sich befindet. Angesichts steigender Gebühren und immer komplexerer Regeln wird das digitale Nachschlagen für viele Autofahrer künftig unverzichtbar.
Die neuen Kurzparkzonen-Preise ab 1. Jänner 2026
- bis 15 Minuten: gratis
- 0,5 Stunden: 1,70 Euro
- 1 Stunde: 3,40 Euro
- 1,5 Stunden: 5,10 Euro
- 2 Stunden: 6,80 Euro
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