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Schweiz: Brennbare Akustikschaumstoffplatten machten Silvesterparty in Crans-Montana zur Todesfalle

Tips LogoThomas Leitner, 02.01.2026 21:00

SCHWEIZ. Brennbare Akustik-Kunststoffplatten an der Decke und Funken von Pyrotechnik sollen das tödliche Feuer ausgelöst haben: In einer Silvester-Bar im Schweizer Skiort Crans‑Montana endete der Jahreswechsel in einer Katastrophe mit zahlreichen Toten und Schwerverletzten.  

Menschen trauern und zünden Kerzen für die Opfer in Crana-Montana (Foto: APA-Images/AP/Antonio Calanni)

Was als ausgelassene Silvesterfeier begann, verwandelte sich in der Nacht auf den 1. Jänner innerhalb weniger Augenblicke in ein Horror-Szenario. Gegen 1.30 Uhr brach in einer gut besuchten Bar im Zentrum von Crans-Montana ein Feuer aus, das sich mit erschreckender Geschwindigkeit ausbreitete.

Augenzeugen berichten von Flammen, die schlagartig unter der Decke entlangzogen, während dichter Rauch den Raum binnen Sekunden füllte. Für viele Gäste gab es kaum eine Chance zu entkommen.

Decke aus Akustikplatten im Fokus der Ermittler

Im Zentrum der laufenden Untersuchungen steht laut aktuellen Medienberichten die Innenausstattung des Lokals. An der Decke sollen Akustik-Kunststoffplatten montiert gewesen sein, die zwar der Schalldämmung dienten, jedoch hochgradig brennbar waren.

Ermittler gehen davon aus, dass Funken – vermutlich von Wunderkerzen oder ähnlicher Party-Pyrotechnik – diese Platten entzündeten. Das Feuer breitete sich dadurch explosionsartig im gesamten Raum aus und verwandelte die Bar in eine tödliche Falle.

Flucht unmöglich, Panik überall

Als die Flammen die Decke erfassten, griff Panik um sich. Enge Fluchtwege, schlechte Sicht durch Rauch und die enorme Hitze erschwerten die Evakuierung massiv. Mehrere Menschen brachen noch im Lokal zusammen.

Einsatzkräfte fanden nach ihrem Eintreffen zahlreiche Opfer, viele davon mit schwersten Brand- und Rauchverletzungen. Dutzende Verletzte mussten in umliegende Spitäler und Spezialkliniken geflogen werden, mehrere befinden sich weiterhin in kritischem Zustand.

Schweiz unter Schock

Die Behörden sprechen von einer der schwersten Brandkatastrophen des Landes seit Jahrzehnten. Die Identifizierung der Todesopfer gestaltet sich schwierig und dauert an. Parallel dazu prüfen Staatsanwaltschaft und Brandermittler mögliche Verstöße gegen Brandschutz- und Bauvorschriften.

Im Raum stehen Fragen nach der Zulässigkeit der verwendeten Materialien, nach Sicherheitsauflagen und nach der Verantwortung der Betreiber. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, offizielle Gutachten stehen noch aus.

 


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