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"Bedrohung für Russland": Putin lehnt Trumps Friedensplan für die Ukraine ab

Tips Logo Manuel Tonezzer, 09.01.2026 10:06

UKRAINE. Russland hat das von der USA und mehreren westlichen Staaten ausgehandelte Friedensabkommen für die Ukraine zurückgewiesen. Gleichzeitig gab es in der Nacht auf den heutigen Freitag schwere Angriffe auf die Ukraine. Erstmals seit mehr als einem Jahr soll dabei die Mittelstreckenrakete „Oreshnik“ eingesetzt worden sein.

Russland hat den von der USA und mehreren europäischen Staaten ausgehandelten Friedensplan für die Ukraine abgelehnt. Foto: APA-Images / AFP / MIKHAIL METZEL

Russland soll das jüngste Friedensabkommen für die Ukraine zurückgewiesen haben. Das berichten mehrere Medien, unter anderem der englische „Mirror“ sowie die „Washington Post“.

Als Reaktion auf einen neuen Vorschlag unter Führung der USA, der der Ukraine im Falle eines Waffenstillstands Sicherheitsgarantien zusichern soll, bezeichnete der Kreml den Schritt als „ausländische Intervention“ und erklärte, er stelle eine direkte „Bedrohung“ für die Sicherheit Russlands dar.

Dies geschieht, nachdem der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron einen neuen Plan unterzeichnet haben, der im Falle eines Abkommens die Einrichtung militärischer Stützpunkte in der Ukraine vorsieht, um das Land vor einer weiteren Invasion zu schützen.

Sacharowa äußert sich zu Friedensplan

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf Großbritannien und seinen Verbündeten vor, die „Militarisierung der Ukraine fortzusetzen“ und warnte, westliche Militäreinheiten, militärische Einrichtungen und andere Infrastruktur in der Ukraine würden zu „legitimen Zielen“ für Putins Truppen avancieren.

Sacharowa fügte hinzu, dass jede Lösung zur Beendigung des Krieges in der Ukraine voraussetze, dass die Ukraine einen neutralen Status annehme, ihre NATO-Beitrittsambitionen aufgebe und die besetzten Gebiete abtrete.

Schwere Angriffe auf die Ukraine

In der Nacht auf Freitag, den 9. Jänner, kam es zudem zu weiteren Angriffen Russlands auf die Ukraine.

Russland soll die Ukraine mit einer hypersonischen Mittelstreckenrakete „Oreshnik“ angegriffen haben. Der Angriff markiert den ersten Einsatz der Oreschnik seit mehr als einem Jahr. 

„Die russischen Streitkräfte führten einen massiven Angriff mit hochpräzisen, weitreichenden land- und seegestützten Waffensystemen durch, darunter auch das mobile, bodengestützte Mittelstreckenraketensystem Oreschnik“, teilte das russische Verteidigungsministerium am Freitag mit.

Russland machte keine Angaben dazu, wo die Oreschnik eingeschlagen sei. Behörden in der westukrainischen Stadt Lwiw berichteten jedoch von mehreren Explosionen sowie von einem ballistischen Raketentreffer auf eine kritische Infrastruktureinrichtung.

Vergeltung für angeblichen Angriff

Der Einsatz sei laut dem russischen Verteidigungsministerium eine Vergeltung für die angebliche Attacke auf die Residenz von Kremlchef Wladimir Putin im nordrussischen Waldai kurz vor dem Jahreswechsel. Die Ukraine wies zurück, jemals einen Angriff auf die Residenz durchgeführt zu haben.

Auch Experten äußerten Zweifel an der Glaubwürdigkeit der von Russland präsentierten Angaben. Später erklärte auch US-Präsident Donald Trump, er halte den Angriff für unwahrscheinlich.


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