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Sechsjährige als einzige Überlebende ihrer Familie bei Zugunglück in Andalusien

Tips Logo Niklas Killinger, 22.01.2026 11:47

ADAMUZ. Bei der schweren Zugkollision nahe Adamuz in Andalusien ist ein sechsjähriges Mädchen als einziges Mitglied seiner Familie am Leben geblieben. Bei dem Unfall am Sonntagabend, 18. Jänner, starben 42 Menschen, viele weitere wurden verletzt. Das Kind kam mit einer leichten Kopfverletzung davon und wurde inzwischen mit seiner Großmutter in Córdoba zusammengeführt.

Beim Zugunglück in Spanien überlebte ein sechsjähriges Mädchen als einziges Mitglied ihrer Familie. (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Wie der Guardian am 20. Jänner 2026 berichtet, fanden Einsatzkräfte das Mädchen nach dem Zusammenstoß allein im Bereich der Gleise. Demnach stand sie in der Nacht unter der Betreuung eines Polizeibeamten, bevor sie wieder zu Angehörigen kam.

Die Familie war laut Berichten auf dem Rückweg aus Madrid. Dort hatte sie einen Ausflug geplant, der unter anderem einen Musicalbesuch und einen Stadionstopp umfasste. Ziel war die Heimatgemeinde Aljaraque nahe Huelva an der Atlantikküste.

In den betroffenen Orten sorgte die Nachricht für große Betroffenheit. Mehrere Gemeinden in der Region kündigten Trauerzeichen an und verwiesen darauf, dass innerhalb kurzer Zeit Klarheit über das Schicksal der vermissten Familienmitglieder herrschte.

Züge kollidierten nach Entgleisung

Nach bisherigen Angaben entgleiste ein Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke von Málaga nach Madrid in der Provinz Córdoba und geriet auf das Gegengleis. Dort kam es zur Kollision mit einem entgegenkommenden Zug, der von Madrid Richtung Huelva unterwegs war.

Rettungskräfte arbeiteten auch nach dem Unfall weiter an der Bergung und Versorgung. Spanien begann zudem eine mehrtägige Staatstrauer, um der Opfer zu gedenken.

Anteilnahme in den Heimatorten

In Aljaraque und in umliegenden Orten in der Provinz Huelva wurde der Verlust der Familie öffentlich beklagt. Gleichzeitig richteten sich viele Worte der Unterstützung an das überlebende Kind und seine Angehörigen.

Behörden kündigten an, die Umstände des Unglücks umfassend zu untersuchen. Ergebnisse zur Ursache lagen noch keine vor.


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