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EUROPA. Neue Vignetten, digitale Maut und geänderte Regeln. 2026 bringt für Europas Autofahrer wichtige Neuerungen. Wer gut vorbereitet ist, spart Geld und Nerven.

Änderungen bei Maut und Vignetten in Europa (Foto: DarwelShots/adobe.stock)
Änderungen bei Maut und Vignetten in Europa (Foto: DarwelShots/adobe.stock)

Wer 2026 mit Auto, Motorrad oder Wohnmobil durch Europa reist, sollte genau hinschauen. Mautsysteme und Vignetten werden laufend angepasst – und gleich mehrere Länder ändern ihre Regeln. Der ÖAMTC rät, sich vor jeder Fahrt mit den jeweiligen Bestimmungen vertraut zu machen, um unnötige Kosten oder Strafen zu vermeiden.

Neue Vignetten in Bulgarien und Ungarn

Bulgarien führt ab 3. Februar 2026 eine Tagesvignette ein. Sie kostet acht Lewa, umgerechnet rund vier Euro, und richtet sich vor allem an Transitfahrer und Kurzaufenthalte. Damit ergänzt das Land sein bestehendes System zeitabhängiger Vignetten um eine flexible Lösung.

Ungarn setzt 2026 auf ein neues Modell mit regionalen Jahresvignetten. Zusätzlich zur landesweiten Jahresvignette gibt es nun regionale E-Vignetten, etwa für die Autobahn M1 in Westungarn. Diese gelten für mehrere Komitate und sind vor allem für Grenzpendler eine günstige Alternative. Die mögliche Ersparnis liegt bei rund 120 Euro pro Jahr. Wichtig bleibt jedoch, sich strikt innerhalb des jeweiligen Gültigkeitsbereichs zu bewegen. Neu ist auch, dass Wohnmobile über 3,5 Tonnen seit Jahresbeginn vignettpflichtig sind.

Kroatien startet Umstieg auf digitale E-Maut

Kroatien bereitet einen großen Schritt vor: Ab Herbst 2026 beginnt die schrittweise Umstellung auf eine digitale E-Maut. Klassische Mautstationen sollen nach und nach verschwinden, der vollständige Start ist für 1. März 2027 geplant. Für die Sommerreise 2026 bleibt jedoch alles beim Alten. Bis inklusive August kann die Maut weiterhin direkt an den Stationen bezahlt werden, was vor allem für Urlauber Entwarnung bedeutet.

Vorsicht bei digitalen Vignetten

Digitale Vignetten sorgen zwar für Komfort, ziehen aber auch unseriöse Anbieter an. Immer wieder tauchen Online-Portale auf, die hohe Zusatzgebühren für die Kennzeichenregistrierung verlangen. Der ÖAMTC empfiehlt daher, Vignetten ausschließlich bei offiziellen Verkaufsstellen zu erwerben und den Kauf fix in die Reiseplanung einzuplanen. Denn die Mautpflicht gilt in vielen Ländern bereits ab dem ersten Autobahnkilometer – und Verstöße können teuer werden.


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