Wetterdaten-Offensive: Feuerwehr baut flächendeckendes Wetternetz in Niederösterreich
NIEDERÖSTERREICH. Neue Partnerschaft zwischen Drei und der Feuerwehr bringt rund 100 Wetterstationen nach Niederösterreich und soll Prognosen bei Unwettern deutlich präzisieren.
Der Klimawandel zeigt Wirkung, Extremwetter nimmt zu, Einsatzkräfte stehen immer öfter unter Zeitdruck. Genau hier setzt eine neue strategische Kooperation an: Drei und der Niederösterreichischer Landesfeuerwehrverband starten gemeinsam eine neue Ära der Wetterdatenerfassung im größten Bundesland Österreichs.
Präzisere Daten für schnellere Entscheidungen
Ziel der Zusammenarbeit ist der Aufbau eines flächendeckenden, hochauflösenden Wettermessnetzes. Rund 100 neue Wetterstationen sollen an Feuerwehrstandorten in ganz Niederösterreich installiert werden. Sie liefern Echtzeitdaten direkt aus den Einsatzgebieten und verbessern die Qualität lokaler Wetterprognosen spürbar. Gerade bei Starkregen, Sturmböen oder lokalen Gewitterzellen entstehen dadurch entscheidende Informationsvorsprünge.
Wetterstationen direkt bei den Feuerwehren
Die neuen Messpunkte ermöglichen eine deutlich genauere Lagebeurteilung bei Einsätzen. Wetterentwicklungen lassen sich kleinräumig erfassen, Warnungen können früher ausgesprochen und Einsatzentscheidungen gezielter getroffen werden. Zusätzlich erhalten die Feuerwehren Zugriff auf digitale Unwetterwarnungen über das System Meteosafe, was die Einsatzsicherheit weiter erhöht.
Ziel: 1.000 Messpunkte in ganz Österreich
Nach dem erfolgreichen Start des Drei-Wetternetzes in Vorarlberg wird der Ausbau nun konsequent fortgesetzt. Niederösterreich ist ein zentraler Meilenstein auf dem Weg zum dichtesten Wettermessnetz des Landes mit insgesamt 1.000 Stationen. Gemeinden und Einsatzorganisationen können Teil des Projekts werden und geeignete Standorte zur Verfügung stellen. Passende Standorte erhalten eine professionelle Wetterstation kostenlos.
Mit der neuen Kooperation entsteht ein Datennetz, das Bevölkerungsschutz, Einsatzkräfte und Wetterprognosen gleichermaßen stärkt – und Niederösterreich besser auf die Herausforderungen zunehmender Wetterextreme vorbereitet.
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