30-jährige Schwangere getötet: 19-Jähriger unter Mordverdacht
DOWNERS GROVE. Ein 19-Jähriger musste am Donnerstag, 29. Jänner, im DuPage County vor Gericht erscheinen: Er soll eine 30-jährige Schwangere in ihrer Wohnung getötet und danach Feuer gelegt haben. Die Ermittler werfen ihm unter anderem Mord, bewaffneten Raub, schwere Brandstiftung sowie die Tötung des ungeborenen Kindes vor.
Wie CBS Chicago am 29. Jänner 2026 berichtet, beantragte die Verteidigung mehr Zeit, um umfangreiche Ermittlungsunterlagen zu prüfen. Die zweite Anhörung fand demnach in Wheaton statt, im Anschluss kündigten Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Informationen an.
Der Beschuldigte wurde laut Behördenangaben am Dienstag festgenommen. Bei dem Opfer handelt es sich um Eliza Morales (30), sie lebte im Bereich der Ogden Avenue in Downers Grove, die genaue Todesursache soll die Gerichtsmedizin noch offiziell feststellen.
Streit nach Online-Verkauf als Auslöser
Nach bisherigen Erkenntnissen begann der Fall mit einem Verkauf über einen Online-Marktplatz. Der Mann soll am Samstag zuvor ein Fahrzeug vom Ehemann des Opfers gekauft haben. Am Montag kehrte er demnach zurück, um Unterlagen zu holen.
Dabei soll es zu einem Streit über den Zustand des Fahrzeugs gekommen sein. Ermittler gehen davon aus, dass der Mann die Frau anschließend mit einem Messer angriff und danach ein Feuer in der Wohnung legte.
Weitere Anklagepunkte betreffen ungeborenes Kind und Hund
Bei der Obduktion wurden laut den bisherigen Ermittlungsangaben zahlreiche Stichverletzungen festgestellt. Weil das ungeborene Kind die Tat nicht überlebte, wurde zusätzlich ein eigener Anklagepunkt wegen der Tötung des ungeborenen Kindes aufgenommen.
Auch ein Vorwurf wegen Tierquälerei steht im Raum: Der Familienhund soll bei dem Angriff verletzt worden sein. Das Tier war zuletzt laut Ermittlern in Behandlung und auf dem Weg der Besserung.
Verfahren läuft, Unschuldsvermutung gilt
Das Gericht befasst sich in den kommenden Schritten auch mit der Frage, ob der 19-Jährige bis zum Prozess in Haft bleibt. Die Ermittlungsbehörden verweisen darauf, dass es sich um Vorwürfe handelt und bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung die Unschuldsvermutung gilt.
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