Raser-Hammer in Österreich: Fliegt der Führerschein jetzt lebenslang in den Schredder?
ÖSTERREICH. Extrem-Raser zittern um ihr liebstes Stück. Nach dem Auto-Entzug fordert der VCÖ nun das lebenslange Fahrverbot. Wer rast, verliert künftig alles.
Bisher konnten PS-Prollos und Speed-Junkies hoffen, nach einer Sperre wieder hinter das Steuer zu schlüpfen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Die Mobilitätsorganisation VCÖ macht ernst und unterstützt eine radikale Forderung aus Salzburg. Wer die Straße zur Rennstrecke macht, soll seinen Führerschein nie wiedersehen. Das Auto wird zur Waffe, und die soll diesen Tätern dauerhaft entzogen werden.
Vom Gaspedal direkt in die Fußgänger-Zone
Hintergrund des Vorstoßes von Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll ist die bittere Realität auf Österreichs Asphalt. Zwar können Autos bei massiven Überschreitungen (über 80 km/h innerorts) bereits beschlagnahmt und versteigert werden, doch clevere Raser nutzen ein Schlupfloch: Bei Leasingwagen oder Firmenautos greift diese Regel oft nicht. Ein lebenslanger Entzug der Lenkerberechtigung wäre der ultimative Riegel, der unabhängig vom Eigentümer des Fahrzeugs wirkt. Der VCÖ betont, dass dies eine massive präventive Wirkung hätte.
Tödliche Physik statt Kavaliersdelikt
Die Gefahr wird oft unterschätzt, doch die Zahlen sind schockierend. Während ein Wagen bei Tempo 50 nach 24 Metern zum Stehen kommt, rast er bei 110 km/h nach der gleichen Distanz noch mit voller Geschwindigkeit weiter. Für Kinder und Senioren im Ortsgebiet ist das ein Todesurteil. Der VCÖ fordert daher nicht nur härtere Strafen, sondern auch ein Ende der hohen Toleranzgrenzen. Das Ziel ist klar: Das Schweizer Vorbild, wo Raser drakonische Strafen und Null-Toleranz erwartet.
Schluss mit den Ausreden für Speed-Junkies
Tempolimits sind keine Empfehlung, sondern Lebensretter. Wer die Freiheit auf vier Rädern missbraucht, um andere zu gefährden, hat das Recht auf den Fahrersitz verwirkt. Neben dem lebenslangen Aus für Extrem-Raser pocht der VCÖ auch auf eine Vorbildwirkung der Erwachsenen. Weg vom Image des „Kavaliersdelikts“, hin zur totalen Verantwortung. Österreich steht vor einer Verkehrs-Revolution: Wer rast, der läuft – und zwar für immer.
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