Smartphone-Revolution: So verdrängt das Handy unseren Alltag
ÖSTERREICH. Eine neue Studie zeigt, wie krass das Smartphone unser Leben umkrempelt und welche Geräte jetzt endgültig aussterben.
Smartphones sind längst mehr als nur Telefone – sie sind die Fernsteuerungen unseres Lebens. Eine aktuelle IMAS-Studie unter 1.022 Österreichern belegt: Die Veränderungswirkung ist gigantisch. Jeder dritte Befragte gibt an, dass das Handy den eigenen Alltag massiv verändert hat. Besonders die junge Generation zwischen 16 und 34 Jahren sowie ehrgeizige Aufsteiger treiben diesen Trend voran. Im Durchschnitt ersetzt der digitale Alleskönner bereits 8,1 klassische Gegenstände.
Kamera und Wecker fliegen raus
Die Liste der Opfer in unseren Regalen ist lang. Vor allem die Videokamera und das gute alte Festnetztelefon haben ausgedient. Stolze 62 Prozent der Nutzer filmen lieber mit dem Handy, und 61 Prozent verzichten für das Smartphone auf das stationäre Telefon. Auch der klassische Fotoapparat und der Wecker auf dem Nachttisch verstauben immer öfter. Wer braucht noch Hardware, wenn eine App den Job übernimmt? Sogar die gedruckte Straßenkarte wird beim nächsten Roadtrip durch Google Maps & Co. ersetzt.
Digitale Helfer fressen Zeit
Doch die Smartphone-Welle macht hier nicht halt. Ob beim schnellen Nachschlagen im Wörterbuch, beim Rechnen oder als Taschenlampe in der Dunkelheit – das Handy ist immer zur Hand. Interessanterweise nutzen bereits 43 Prozent der Befragten ihr Gerät, um alte Fotos digital anzusehen, statt im analogen Fotoalbum zu blättern. Die Uhrzeit wird ebenfalls immer häufiger vom Display abgelesen, was der klassischen Armbanduhr zunehmend den Rang abläuft.
Papierkram wird zum Auslaufmodell
Zettelwirtschaft war gestern. Notizen, Einkaufslisten und Termine wandern unaufhaltsam in den digitalen Speicher. Zwar schreiben 54 Prozent noch gerne auf Papier, doch der Trend zum digitalen Notizblock wächst stetig. Sogar beim Bezahlen an der Kasse oder beim Scannen von Dokumenten wird das Smartphone zum unverzichtbaren Begleiter. Die physische Brieftasche könnte also bald genauso Geschichte sein wie der klobige Scanner im Heimbüro.
Hier hat die Technik GrenzenTrotz des Siegeszugs gibt es Bereiche, in denen wir den Klassikern treu bleiben. Das Fernsehen auf dem großen Schirm bleibt mit 79 Prozent unangefochten an der Spitze. Auch das haptische Erlebnis eines gedruckten Buches lassen sich 73 Prozent der Österreicher nicht nehmen. Und wenn es um das eigene Auto geht, vertrauen die meisten noch auf den echten Schlüssel: Satte 84 Prozent sperren ihren Wagen lieber traditionell auf. Das Smartphone ist mächtig, aber manche Traditionen sitzen eben tief.
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