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Vergiftung durch Säugemilch: Mehr als 30 kranke Babys

Tips Logo Niklas Killinger, 05.02.2026 16:05

NORTHAMPTONSHIRE. In Großbritannien untersucht die Gesundheitsbehörde UKHSA 36 gemeldete Krankheitsfälle bei Kindern nach dem Verzehr zurückgerufener Säuglingsmilch. Die Meldungen stehen im Zusammenhang mit Rückrufen von Nestlé SMA sowie einer Charge Aptamil im Jänner.

In Großbritannien gab es bereits 36 Vergiftungsmeldungen bei Kindern nach konsumierter Säuglingsmilch. Die Untersuchungen laufen noch. (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Wie Sky News am 5. Februar 2026 berichtet, wurden der Behörde 36 klinische Meldungen über Kinder mit Beschwerden übermittelt, die zu einer Vergiftung durch das hitzestabile Cereulid Toxin passen. Betroffen sind Fälle aus verschiedenen Teilen des Vereinigten Königreichs.

In Northamptonshire schilderte eine Mutter, dass ihr Kind nach einer Flasche aus einer später zurückgerufenen Charge stark erbrach und mehrere Tage krank war. Erst eine Nachricht des Handels brachte sie auf den Zusammenhang mit dem Rückruf.

Rückrufe betreffen mehrere SMA Produkte

Der Rückruf umfasst laut Behörden mehrere SMA Säuglingsmilch und Folgenahrungen, darunter Pulver und trinkfertige Produkte. Nestlé hatte im Rahmen der Maßnahme mehr als 60 Chargen zurückgerufen, zuletzt kam eine weitere Charge hinzu, die nur in Nordirland ausgeliefert worden sein soll.

Auch Danone rief eine Charge Aptamil zurück. Hintergrund ist in beiden Fällen das Cereulid Toxin, das bei einzelnen Produkten nachgewiesen wurde.

Welche Symptome auftreten

Cereulid kann rasch nach dem Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfen führen. Da der Stoff sehr hitzestabil ist, gilt er als schwer durch übliches Zubereiten zu inaktivieren.

Die UKHSA weist darauf hin, dass nur in wenigen der gemeldeten Fälle zusätzlich saisonale Virusinfektionen bestätigt wurden. Die laufenden Untersuchungen sollen klären, wie schwer die Erkrankungen im Einzelfall waren.

Hinweise für Eltern und Betreuungspersonen

Behörden raten, betroffene Produkte nicht mehr zu verwenden und Chargencodes zu prüfen. Wer nach dem Verzehr der zurückgerufenen Säuglingsmilch Beschwerden beobachtet, soll medizinischen Rat einholen.

Wurde eine Säuglingsnahrung aus medizinischen Gründen verordnet, soll ein Wechsel nur nach Rücksprache mit Fachpersonal erfolgen.

Ermittlungen zur Ursache laufen

Die Lebensmittelaufsicht und die Gesundheitsbehörde untersuchen weiterhin, wie es zu den Belastungen kam und welche Lieferketten betroffen sind. Parallel laufen Rückruf und Information über Handel und offizielle Warnseiten.


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