Eissturz in Kaprun: Soldat stirbt bei Alpin-Ausbildung des Bundesheeres
SALZBURG. Ein tragischer Unfall überschattet eine militärische Ausbildung in den Hohen Tauern: Bei einer Übung im tückischen Eisgelände kommt ein junger Soldat auf dramatische Weise ums Leben.
Am frühen Nachmittag des 5. Februar ereignete sich beim Schranbach-Eisfall in Kaprun ein tödlicher Alpinunfall. Vier Soldaten befanden sich im Rahmen einer Heeresbergführerausbildung des Österreichisches Bundesheer im Bereich des Eisfalles, als sich plötzlich ein großer Eiszapfen aus der Wand löste.
Eissturz trifft Soldaten tödlich
Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich drei Lehrgangsteilnehmer und ein Ausbilder im flachen Gelände unterhalb eines Felsvorsprungs auf. Der abgebrochene Eiszapfen prallte zunächst an der Eiswand ab und traf anschließend einen 31-jährigen schwedischen Soldaten mit voller Wucht. Den übrigen Gruppenmitgliedern gelang es, rechtzeitig auszuweichen, sie blieben unverletzt.
Rettungskette sofort ausgelöst
Unmittelbar nach dem Unfall setzten die Soldaten die Rettungskette in Gang und begannen mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Besatzung eines Notarzthubschraubers übernahm wenig später die medizinische Versorgung am Unfallort. Trotz rascher Hilfe erlag der schwer verletzte Soldat noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.
Ermittlungen laufen, keine Anordnungen
Die Alpinpolizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Von der Staatsanwaltschaft Salzburg wurden keine weiteren Anordnungen erteilt. Die Verständigung der Angehörigen sowie die Repatrierung des Leichnams wurden vom Österreichischen Bundesheer durchgeführt.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden