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USA. Die USA-Reise wird für Urlauber zum Daten-Striptease. Neue ESTA-Regeln fordern jetzt Social-Media-Profile und Privatkontakte. Wer nicht auspackt, bleibt draußen.  

Reisen in die USA wird komplizierter) (Foto: THANANIT/adobe.stock)
Reisen in die USA wird komplizierter) (Foto: THANANIT/adobe.stock)

Wer vom Big Apple oder Walk of Fame träumt sollte jetzt ganz stark sein. Die US-Regierung unter Donald Trump zieht die Daumenschrauben für Touristen massiv an. Wer künftig visumfrei mit der ESTA-Genehmigung in die Vereinigten Staaten einreisen will, muss sich auf eine lückenlose Durchleuchtung gefasst machen. Die neuen Regeln könnten bereits ab diesem Montag greifen und machen den entspannten Trip über den Großen Teich zu einer bürokratischen Zerreißprobe.

Social Media unter der Lupe

Das Herzstück der Verschärfung: Reisende müssen künftig ihre Online-Aktivitäten der letzten fünf Jahre komplett offenlegen. Egal ob Instagram-Posts, Facebook-Profile oder X-Accounts – die US-Heimatschutzbehörde will genau wissen, wer was im Netz teilt. Datenschützer schlagen bereits Alarm, denn diese totale Transparenz dient der gezielten Überprüfung der Gesinnung. Wer in der Vergangenheit die „falsche“ Meinung vertreten hat, könnte beim Boarding am Flughafen eine böse Überraschung erleben.

Familie und Telefonnummern im Visier

Doch damit nicht genug: Die Neugier der Behörden kennt keine Grenzen. Abgefragt werden zusätzlich sämtliche Telefonnummern der letzten fünf Jahre sowie alle E-Mail-Adressen des vergangenen Jahrzehnts. Sogar intimste Familiendetails rücken in den Fokus. Geburtsdaten, Anschriften und Handynummern von Verwandten müssen im ESTA-Antrag penibel aufgelistet werden. Experten warnen bereits vor einer erhöhten Fehleranfälligkeit: Wer ein Detail vergisst, riskiert die Ablehnung und damit das Einreiseverbot.

Drastische Preiserhöhung für Urlauber

Neben der Datenflut wird auch der Geldbeutel ordentlich geschröpft. Der Preis für die ESTA-Registrierung hat sich fast verdoppelt. Statt der gewohnten 21 Dollar werden nun saftige 40 Dollar fällig – und das pro Person, vom Baby bis zum Greis. Für eine fünfköpfige Familie bedeutet das allein für die Einreisegenehmigung Kosten von rund 170 Euro. Ein teurer Spaß, der besonders Fußballfans treffen wird, die im Sommer zur Weltmeisterschaft in die USA, nach Kanada und Mexiko pilgern wollen.

Sicherheit oder Schikane

Während die Trump-Administration die Maßnahmen mit dem Schutz vor Terrorismus rechtfertigt, wittern Kritiker politische Schikane. Die Opposition befürchtet, dass Andersdenkende systematisch ferngehalten werden sollen. Für Österreicher und Bürger aus über 40 weiteren Ländern heißt es nun abwägen: Ist der Urlaub den totalen Daten-Striptease wert?

Wer die USA besuchen will, muss sich künftig nackt machen – zumindest digital. Die Empfehlung bleibt: Den Antrag mindestens 72 Stunden vor Abflug stellen und jedes Profil angeben.

 


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