100 Millionen US Dollar Zahlung von Epstein an Les Wexner offengelegt
NEW YORK. Neue Unterlagen aus den USA bringen eine bisher nicht bekannte Zahlung ans Licht: Jeffrey Epstein soll Anfang 2008 100 Millionen US Dollar an den Unternehmer Les Wexner überwiesen haben. Hintergrund waren Vorwürfe, Epstein habe sich an Vermögenswerten Wexners bereichert.
Wie die Financial Times am 10. Februar 2026 berichtet, geht die Summe aus einem Bericht von US-Ermittlern hervor, der im Zuge einer großen Aktenveröffentlichung öffentlich wurde. Demnach hatte Wexner Epstein vorgeworfen, über Jahre hohe Beträge und Vermögenswerte an sich gebracht zu haben.
Die Zahlung soll demnach Teil einer privaten Einigung gewesen sein. Wexners Anwälte hätten die Überweisung erst kurz vor Epsteins Tod in Haft 2019 gegenüber Ermittlern offengelegt.
Kontrolle über Finanzen seit den 1990ern
Laut den Unterlagen hatte Wexner Epstein bereits ab 1991 weitreichenden Zugriff auf seine persönlichen Finanzen eingeräumt, inklusive Vollmachten. In dem Bericht wird auch beschrieben, dass Epstein in dieser Zeit unter anderem an hochpreisige Vermögenswerte zu günstigen Konditionen gelangt sein soll, etwa bei Immobilien und einem Privatjet.
Für Wexner betonen die Ermittler demnach, dass er nicht als Ziel der Untersuchung galt. Er sei vielmehr als Auskunftsperson geführt worden und habe kooperiert.
Les Wexner ist ein Unternehmer aus den USA und gilt als Gründer sowie langjähriger Kopf des Handelskonzerns L Brands. Zu dem Unternehmen gehörten über viele Jahre bekannte Marken wie Victoria’s Secret und Bath & Body Works. Wexner ist zudem als Mäzen und Großspender bekannt, unter anderem über die Wexner Foundation in Ohio.
Aktenpaket wirft neues Licht auf Geldflüsse
Die Details tauchen im Zusammenhang mit einer umfassenden Veröffentlichung von Dokumenten rund um das Verfahren gegen Epstein auf. In den Unterlagen wird auch festgehalten, dass Epsteins Vermögen lange Zeit zu einem großen Teil mit Wexner in Verbindung gebracht wurde.
Zusätzlich nennen die Akten demnach weitere Geldquellen aus späteren Jahren, darunter Zahlungen eines weiteren US-Financiers im dreistelligen Millionenbereich zwischen 2012 und 2017.
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