Bomben-Alarm in Hall in Tirol: 450 Menschen bei Großeinsatz evakuiert
TIROL. In Hall in Tirol sorgte eine Fliegerbombe bei Bauarbeiten für Ausnahmezustand. 450 Anwohner mussten am Mittwoch flüchten, bevor Experten Entwarnung gaben.
Stahlrohre, Schutt und plötzlich der blanke Horror: Was als gewöhnlicher Arbeitstag bei Grabungsarbeiten im Gemeindegebiet von Hall begann, entwickelte sich binnen Minuten zum Wettlauf gegen die Zeit. Ein Bagger stieß auf ein verdächtiges Metallobjekt – die düstere Vorahnung der Arbeiter wurde bittere Realität. Ein herbeigerufener Spezialist der Polizei bestätigte: Hier im Erdreich schlummert eine gefährliche Altlast aus dem Zweiten Weltkrieg, eine scharfe Fliegerbombe.
Plötzlicher Alarm: Wenn die Heimat zur Sperrzone wird
Die Behörden fackelten nicht lange. In einem Radius von mehreren hundert Metern wurde die Evakuierung angeordnet. Für rund 450 Menschen hieß es: Alles stehen und liegen lassen und sofort raus aus der Gefahrenzone. Während die B171 komplett gesperrt wurde und der Verkehr zum Erliegen kam, sicherten rund 80 Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsorganisationen das Gebiet ab. Die Anspannung in den Gesichtern der Anwohner war greifbar – ein falscher Funke hätte in diesem Moment katastrophale Folgen haben können.
Millimeterarbeit am Zünder: Der entscheidende Moment
Die Helden des Tages waren die Experten vom Entminungsdienst. Während die Stadt in gespenstischer Stille verharrte, näherten sie sich dem hochexplosiven Relikt. Jede Bewegung musste sitzen, jeder Handgriff war lebensgefährlich. Um Punkt 14 Uhr folgte dann das erlösende Signal: Die Bombe ist entschärft! Die Gefahr ist gebannt, die Bewohner durften in ihre Häuser zurückkehren.
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