Drama in Bulgarien: Sechs mysteriöse Todesfälle in den Bergen
BULGARIEN. Bulgarien steht unter Schock: In den letzten Tagen wurden sechs Menschen unter mysteriösen Umständen in den Bergen des Landes tot aufgefunden. Die Ermittler bezeichnen die Geschehnisse als einmalig in der Geschichte des Landes.
Die Ermittlungen begannen Anfang Februar, als drei Männer in den ausgebrannten Überresten einer Berghütte am Petrohan-Pass tot entdeckt wurden. Alle Opfer wiesen Schussverletzungen am Kopf auf, die forensisch als selbst zugefügte Verletzungen interpretiert werden. DNA-Spuren auf den gefundenen Waffen stimmten ausschließlich mit den Verstorbenen überein. Nur wenige Tage später, rund 100 Kilometer nördlich von Sofia in der Gegend um den Okolchitsa Peak, wurden drei weitere Leichen gefunden: zwei erwachsene Männer und ein 15-jähriger Junge. Autopsien deuteten darauf hin, dass zwei der drei Opfer ermordet wurden, während das dritte Opfer sich selbst das Leben nahm.
Verbindungen zur Natur- und Grenzarbeit
Berichten zufolge waren fünf der sechs Verstorbenen Mitglieder einer privaten Naturschutzorganisation, die in den Bergen Patrouillen durchführte und Jugendcamps betrieb. Die Opfer waren eng in Aktivitäten rund um die Überwachung von Nationalparks und Naturschutzgebieten eingebunden, teilweise in der Nähe der serbischen Grenze, wo illegale Holzfällungen und Menschenschmuggel nicht ungewöhnlich sind.
Rätsel um Motiv und Ablauf
Die Behörden prüfen mehrere Szenarien: eine Abfolge von Morden und Suiziden, psychologische Faktoren oder mögliche Zeugen krimineller Aktivitäten. Hinweise auf religiöse Praktiken und psychische Instabilität innerhalb der Gruppe haben die Ermittler ebenfalls in Betracht gezogen. Offizielle Beweise für politisches oder organisiertes kriminelles Handeln gibt es bisher nicht.
Offene Fragen bleiben
Die Ermittlungen laufen weiter, und die Behörden bemühen sich, die Abläufe und Hintergründe der Todesfälle zu klären. Bislang gibt es noch keine abschließende offizielle Version des Geschehens.
Mysteriöser Vermisstenfall in Bulgarien
In Bulgarien hat sich auch einer der rätselhaftesten Vermisstenfälle Europas abgespielt. Lars Mittank gilt seit 2014 als vermisst, nachdem er während eines Urlaubs vom Flughafen spurlos verschwunden ist. Sein Fall sorgt bis heute für internationale Aufmerksamkeit und bleibt ungeklärt.