Rettungshunde Niederösterreich: Neues Einsatzleitfahrzeug stärkt Vermisstensuche
NIEDERÖSTERREICH. Die Rettungshunde Niederösterreich rüsten auf und stellen ein neues Einsatzleitfahrzeug in Dienst. Es ist eine mobile Kommandozentrale für Ernstfälle.

Mehr als 800 Einsätze in rund zehn Jahren – diese Bilanz zeigt, wie wichtig die Arbeit der Rettungshunde Niederösterreich ist. Ob vermisste Personen, großflächige Suchaktionen oder Unterstützung anderer Organisationen: Die Anforderungen sind vielfältig und oft zeitkritisch.
Nun wurde im Ausbildungszentrum in Sieghartskirchen ein neues Einsatzleitfahrzeug offiziell in Dienst gestellt. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigte dabei den unermüdlichen Einsatz der Hundeführer und ihrer Tiere, die an 365 Tagen im Jahr bereitstehen.
Mobile Steuerzentrale für Suchaktionen
Das Fahrzeug dient als Kommandozentrale bei Personensuchen. Koordiniert werden Hundeführer, Helfer und die Zusammenarbeit mit der Polizei. Basis ist ein Ford Transit L4 H3 mit Allradantrieb.
Im modern ausgebauten Leitbereich befinden sich zwei vollwertige Computerarbeitsplätze mit Internetverbindung. Ein klappbarer Besprechungstisch und ein außen nutzbarer Touchscreen erleichtern die Einsatzplanung direkt vor Ort. Zusätzlich steht ein externer Arbeitsplatz für Einsatzkräfte bereit.
Autark und technisch bestens gerüstet
Besonders wichtig: Das Fahrzeug arbeitet autark. Photovoltaik, Batterien und ein Notstromaggregat sichern die Stromversorgung. Digitalfunk inklusive Ersatzgeräten sorgt für stabile Kommunikation.
Für die Hunde wurden vier Boxen mit Video- und Temperaturüberwachung eingebaut. Standheizung und Klimaanlage gewährleisten optimale Bedingungen im Leit- und Transportraum. Ergänzt wird die Ausstattung durch Lighttower, Defibrillator und erweiterte Erste-Hilfe-Ausrüstung.
Die Investition von rund 150.000 Euro markiert einen technischen Meilenstein in der Vereinsgeschichte – und stärkt die Schlagkraft bei künftigen Einsätzen erheblich.


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