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Tragödie bei geführter Skitour: Sechs Mütter sterben bei Lawinenunglück

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 20.02.2026 22:40

USA. Bei einer geführten Skitour im freien Gelände nahe Lake Tahoe im US-Bundesstaat Kalifornien sind sechs Mütter sowie weitere Mitglieder der Gruppe durch eine Lawine ums Leben gekommen. Das Unglück passierte am 17. Februar 2026 im Gebiet rund um Castle Peak nördlich des Donner Pass im Tahoe National Forest.

Symbolbild: jancsi hadik/stock.adobe.com
Symbolbild: jancsi hadik/stock.adobe.com

Es zählt zu den schwersten Lawinenkatastrophen in den USA seit Jahrzehnten.

Lawine erfasst erfahrene Skigruppe

Berichten zufolge war die Gruppe auf einer mehrtägigen Skitour im ungesicherten Hochgebirge unterwegs. Ziel waren abgelegene Hütten im Frog-Lake-Gebiet. Gegen späten Vormittag löste sich ein großflächiges Schneebrett und erfasste mehrere Mitglieder der Tourengruppe.  Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten schwierige Wetterbedingungen. Ein starker Wintersturm hatte in den Tagen zuvor erhebliche Neuschneemengen gebracht. Das regionale Lawinenwarnzentrum hatte die Gefahr als hoch eingestuft.

Sechs Mütter unter den Todesopfern

Insgesamt kamen acht Menschen ums Leben, eine weitere Person wird noch vermisst und gilt als vermutlich tot. Sechs der Todesopfer waren Frauen im Alter zwischen etwa 40 und 50 Jahren. Sie galten als erfahrene Skifahrerinnen und enge Freundinnen. Zwei der Frauen waren Schwestern.

Rettung unter Extrembedingungen

Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich aufgrund der anhaltend schlechten Wetterlage und der weiterhin hohen Lawinengefahr schwierig. Mehr als 50 Einsatzkräfte waren zeitweise im Einsatz. Teile des Gebiets blieben zunächst unzugänglich. Sechs Personen überlebten das Unglück, darunter mindestens ein Bergführer. Einige von ihnen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Ermittlungen zur Tourenplanung

Nach der Katastrophe haben die zuständigen Behörden Untersuchungen eingeleitet. Dabei wird geprüft, inwieweit die Tour trotz bestehender Warnungen durchgeführt wurde und ob Sicherheitsvorgaben eingehalten wurden. Im Fokus steht unter anderem die Frage, ob mögliche Fehleinschätzungen oder organisatorische Versäumnisse eine Rolle spielten. 


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