Nahost-Eskalation trifft Kreuzfahrten: Reisen abgesagt
WELT. Die militärische Zuspitzung zwischen Israel, den USA und dem Iran hat auch deutliche Folgen für den Kreuzfahrttourismus im Persischen Golf. Mehrere Reedereien haben Reisen abgesagt oder unterbrochen.

Schiffe liegen in Dubai, Doha und Abu Dhabi vor Anker, während die Sicherheitslage neu bewertet wird.
Luftraum gesperrt, Reisen gestoppt
Auslöser der Maßnahmen sind weitreichende Luftraumsperrungen im Nahen Osten. Zahlreiche Fluggesellschaften haben Verbindungen in die Region ausgesetzt. Für Kreuzfahrtgäste bedeutet das, dass An- und Abreisen vielerorts nicht mehr planmäßig möglich sind. Die MSC Euribia bleibt vorerst im Hafen von Dubai. Eine für Anfang März geplante Orient-Kreuzfahrt ab Doha wurde abgesagt. Die betroffenen Gäste wurden informiert, weitere Schritte hängen von der Entwicklung der Lage ab.
TUI Cruises sagt Abfahrten ab
Auch TUI Cruises reagierte auf die Eskalation. Mehrere Abfahrten der „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ mit Startterminen Ende Februar und Anfang März wurden gestrichen. Die Schiffe befinden sich derzeit in Häfen der Region. An Bord wurden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
Weitere Schiffe warten ab
Auch andere Anbieter sind betroffen. Die Celestyal Journey liegt in Doha vor Anker, die Celestyal Discovery in Dubai. Beide Schiffe bleiben zunächst im Hafen, bis eine verlässliche Einschätzung der Sicherheitslage möglich ist. Im Persischen Golf waren zuletzt ohnehin nur wenige Kreuzfahrtschiffe unterwegs. Einige Reedereien hatten die Region bereits zuvor nicht mehr im Programm.
Reisewarnungen verschärft
Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für mehrere Staaten der Region verschärft, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Jordanien. Nicht notwendige Reisen sollen verschoben werden. Die militärischen Auseinandersetzungen haben sich innerhalb kurzer Zeit deutlich intensiviert.
Urlauber warten auf Klarheit
Für viele Kreuzfahrtgäste bedeutet die Situation vor allem Unsicherheit. Einige befinden sich bereits an Bord, andere konnten ihre Reise gar nicht erst antreten.


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