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Warum ein Wechsel von Oliver Glasner zu Tottenham immer realistischer wird

Tips LogoManuel Tonezzer, 01.03.2026 19:26

LONDON. Oliver Glasner wird Crystal Palace im Sommer verlassen. Wohin es den Österreicher zieht, ist derzeit noch unklar. Während ein Verein wohl als mögliche Option ausscheidet, sind die Chancen auf ein Engagement bei einem anderen Topklub zuletzt gestiegen.

Oliver Glasner wird Crystal Palace im Sommer verlassen. Foto: APA-Images / SEPA.Media / Severin Aichbauer

Nach zweieinhalb Jahren als Cheftrainer des englischen Erstligisten Crystal Palace wird Oliver Glasner die „Eagles“ im Sommer verlassen. Mit Ablauf seines Vertrags Ende Juni möchte sich der 51-Jährige einer neuen Aufgabe widmen – wohin es ihn zieht, ist offen.

Tür bei ManUnited wohl zu

In der Vergangenheit wurde Glasner immer wieder mit Manchester United in Verbindung gebracht. Besonders nach dem Aus von Cheftrainer Ruben Amorim im Norden Englands nahmen die Spekulationen erneut Fahrt auf.

Ausgerechnet im direkten Duell mit den „Red Devils“ dürfte sich für Glasner jedoch eine Tür geschlossen haben. Trotz engagierter Leistung und zwischenzeitlicher Führung unterlag Crystal Palace – auch nach einer roten Karte – mit 1:2.

Carrick sammelt Argumente für Verbleib

Für die „Eagles“ hat die Niederlage sportlich kaum Konsequenzen. Manchester United hingegen springt damit auf einen Champions-League-Platz. Interimstrainer Michael Carrick darf sich nach nun sieben Spielen ohne Niederlage berechtigte Hoffnungen auf eine Weiterbeschäftigung machen.

Zudem gelang der Klublegende der beste Trainerstart der Vereinsgeschichte. Eine Verlängerung mit Carrick gilt daher als wahrscheinlich – Glasners Wechsel nach Manchester entsprechend als unwahrscheinlich.

Freie Stelle bei den Spurs

Während sich diese Option zerschlagen könnte, rückt ein anderer Klub in den Fokus: Tottenham Hotspur. Die Spurs kassierten unter Interimstrainer Igor Tudor im London-Derby gegen Fulham die zweite Niederlage in Folge und stecken im Tabellenkeller fest.

Aktuell rangiert Tottenham auf Platz 16, der Vorsprung auf einen Abstiegsrang beträgt lediglich vier Punkte. Ein Verbleib Tudors über die Saison hinaus gilt als nahezu ausgeschlossen, weshalb der Klub bereits den Markt sondiert. Glasner soll zu den Kandidaten zählen.

Für ihn spricht, dass er bei Crystal Palace bewiesen hat, in der Premier League bestehen und zugleich ein sportliches Projekt entwickeln zu können. Zudem wäre kein Umzug nötig – beide Klubs sind in London beheimatet.

Fehlende Perspektive?

Dagegen spricht die sportliche Perspektive: Tottenham wird in der kommenden Saison aller Voraussicht nach nicht international vertreten sein. Ob das Glasners Ambitionen entspricht, ist fraglich. „Ich möchte einen Klub trainieren, mit dem ich in einer internationalen Top-Liga um den Titel spielen kann. Und mit dem ich in der Champions League und um die Champions League spielen kann“, sagte Glasner erst vor wenigen Wochen bei „Sky“. 

Trotzdem stünde ihm dort ein deutlich größeres Budget zur Verfügung, um den Kader gezielt an sein Spielsystem anzupassen und Wunschspieler zu verpflichten. Dafür müsste Glasner allerdings wohl eine Saison ohne internationalen Wettbewerb in Kauf nehmen.


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