Knalleffekt: Entscheidung um Zukunft von Oliver Glasner gefallen
LONDON. Nach dem 1:1-Remis von Crystal Palace gegen Zrinjski Mostar in der UEFA Conference League stecken die „Eagles“ weiter in der Krise. Cheftrainer Oliver Glasner sorgte anschließend mit mehreren Äußerungen für Verärgerung bei den Fans – ein Krisengespräch war die Folge. Nun ist eine Entscheidung um die Zukunft des Österreichers gefallen.

Eigentlich sollte Oliver Glasner den englischen Erstligisten Crystal Palace nach zweieinhalb Jahren mit Saisonende verlassen, sich zuvor noch gebührend verabschieden. Nun steckt der Österreicher mit dem Klub aus London aber tief in der Krise.
Nach dem 1:1-Remis der „Eagles“ in der UEFA Conference League gegen den bosnischen Klub Zrinjski Mostar schrillen bei Crystal Palace die Alarmglocken. Auch in der Liga läuft es überhaupt nicht, nach einem guten Start steckt man tief in der Krise und im Abstiegskampf. Zu allem Überfluss sorgte Glasner selbst nach dem Spiel in Bosnien für Aufsehen.
Glasner über Verbleib: „Man weiß nie“
„Lassen wir uns überraschen, was die Zukunft bringt. Man weiß nie. Ich bin immer realistisch, und im Moment befinden wir uns nicht in der besten Phase“, so Glasner.
Transferinsider Fabrizio Romano berichtete anschließend von einem Krisengespräch zwischen Glasner und dem Vorstand. Dieses soll am späten Freitagabend zu Ende, eine Entscheidung gefallen sein. Wie Romano mitteilt, wurde der 51-Jährige von Crystal Palace darüber informiert, dass man trotz der Krisenlage vorerst mit ihm weitermachen möchte. Am kommenden Woche steht das Duell mit dem Tabellenletzten Wolves an, anschließend das Rückspiel gegen Zrinjski Mostar in der UEFA Conference League.
Fans verhöhnen Glasner
Bei Teilen der Fans ist Glasner, erfolgreichster Trainer in der Vereinsgeschichte von Crystal Palace, mittlerweile in Ungnade gefallen. Während des Spiels in Mostar sangen die mitgereisten Auswärtsfans „You are getting sacked in the morning“ und „We want Glasner out“ auf den Rängen.
Das sagt Glasner zur aktuellen Krise
Am Freitag verteidigte Glasner seine Bilanz als Palace-Trainer trotz einer Unserie von nur einem Sieg aus den vergangenen 15 Spielen. „Ich war gut genug, um die beste Saison aller Zeiten zu spielen, zwei Titel zu gewinnen und nach 26 Spielen auf 32 Punkte zu kommen. Ich blicke gern zurück: Crystal Palace war nur zweimal besser. Einmal in unserer Saison im vergangenen Jahr und einmal 2021“, so Glasner.
„Davor lagen wir mehr oder weniger immer zwischen 25 und 29 Punkten. Selbst jetzt, wo alle wütend, enttäuscht und frustriert sind, spielen wir eine bessere Premier-League-Saison als in acht der letzten zehn Jahre von Crystal Palace. Wir spielen europäisch, und das ist die Realität“, ergänzte der 51-Jährige.
Dabei nimmt er die Schuld aber auch auf sich. „Ehrlich gesagt verstehe ich die Situation und übernehme die Verantwortung für alles, denn ich bin für die gesamte Mannschaft verantwortlich. Und im Moment bin ich einfach nicht gut genug, um die Spieler zu ersetzen, die wir verkauft haben. Ich bin nicht gut genug, die neuen Spieler so zu integrieren, dass wir auf die gleiche Weise spielen wie zuvor. Und ich bin nicht gut genug, um mit dem Spielplan zurechtzukommen, den wir hatten“, so Glasner am Freitag“, so Glasner.


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