Tragödie im Wald: Mutter (58) stirbt nach Wildtierangriff
KARPATEN. Ein Spaziergang im Wald endete für eine Mutter in einer Tragödie. Die Frau war gemeinsam mit ihrem Sohn unterwegs, als es plötzlich zu einem Angriff kam.

Berichten zufolge wurde eine 58-jährige Frau in einem abgelegenen Waldgebiet in der Region Bieszczady in Polen von einem Bären attackiert und schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich vor einigen Wochen in der Nähe eines kleinen Ortes im Verwaltungsgebiet Sanok, einem dünn besiedelten, stark bewaldeten Teil der Karpaten.
Einsatz in schwierigem Gelände
Nach dem Angriff wurde umgehend ein Notruf abgesetzt. Die Rettungskräfte hatten jedoch mit den schwierigen Bedingungen im unwegsamen Waldgebiet zu kämpfen, was die Anfahrt erheblich verzögerte. Trotz des schnellen Einsatzes konnte die Frau nicht mehr gerettet werden. Sie erlag noch am Ort des Geschehens ihren schweren Verletzungen.
Region mit Bärenpopulation
Die Bieszczady gelten als eines der wenigen Gebiete in Polen, in denen sich eine stabile Population von Braunbären erhalten hat. Die Region ist dünn besiedelt und geprägt von ausgedehnten Waldflächen, die Lebensraum für große Wildtiere bieten. Der konkrete Ort des tragischen Angriffs liegt in der Nähe von Płonna, einem kleinen Dorf in den Karpaten, das von weitläufigen Wald- und Berglandschaften umgeben ist.
Seltene, aber ernsthafte Gefahr
Angriffe von Bären auf Menschen gelten in der Region als selten, werden jedoch als grundsätzlich mögliches Risiko in Gebieten mit Wildtierpopulationen eingestuft. Besonders in den letzten Jahren wurde in den Karpaten wieder verstärkt über Begegnungen zwischen Menschen und großen Raubtieren berichtet. Behörden mahnen daher zu besonderer Vorsicht bei Wanderungen in entlegenen Waldgebieten.

