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Achtung: Polizei Niederösterreich warnt vor diesen Anrufen

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 12.05.2026 12:11

NIEDERÖSTERREICH. Die Polizei Niederösterreich warnt aktuell eindringlich vor Betrugsanrufen durch sogenannte „falsche Polizisten“ und „Schockanrufer“. Besonders ältere Menschen geraten dabei ins Visier organisierter Tätergruppen, die mit psychologischem Druck versuchen, Bargeld, Schmuck oder sensible Bankdaten zu erbeuten.

Symbolbild: Daniel/stock.adobe.com
Symbolbild: Daniel/stock.adobe.com

Aktuell ist die Anzahl der Anrufe wieder besonders hoch. Nach Angaben der Behörden häufen sich die Vorfälle derzeit in mehreren Regionen Niederösterreichs. Die Täter gehen dabei professionell und äußerst überzeugend vor. Oft treten mehrere Personen gleichzeitig am Telefon auf und geben sich als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Angehörige aus.

Täter setzen Opfer gezielt unter Druck

Die Betrüger erzählen ihren Opfern meist dramatische Geschichten, um Angst und Stress auszulösen. Häufig behaupten sie, Einbrecher seien in der Nachbarschaft festgenommen worden und persönliche Daten der Angerufenen seien bei den Tätern gefunden worden. In anderen Fällen wird behauptet, Geld oder Wertgegenstände seien zuhause oder auf dem Bankkonto nicht mehr sicher.

Sorge um Angehörige

Besonders perfide sind sogenannte Schockanrufe. Dabei wird vorgetäuscht, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem jemand ums Leben gekommen sei. Anschließend verlangen die Täter hohe Geldsummen oder Wertgegenstände als angebliche Kaution oder Sicherheitsleistung. Die Polizei betont, dass echte Polizeibeamte niemals Bargeld, Schmuck oder Wertgegenstände zur Verwahrung abholen oder telefonisch Kontodaten verlangen.

Telefonnummern wirken oft echt

Ein weiteres Problem stellt das sogenannte Call-ID-Spoofing dar. Dabei manipulieren die Täter die angezeigte Telefonnummer, sodass auf dem Display scheinbar offizielle Nummern wie der Polizeinotruf 133 oder österreichische Festnetznummern erscheinen. Dadurch wirken die Anrufe auf viele Betroffene glaubwürdig. Zusätzlich nutzen Betrüger zunehmend technische Hilfsmittel wie aufgezeichnete Stimmen oder computergenerierte Sprache, um ihre Geschichten realistischer erscheinen zu lassen.

Hohe Schäden durch erfolgreiche Betrugsfälle

In den vergangenen Monaten kam es in Österreich mehrfach zu schweren Betrugsfällen mit hohen finanziellen Schäden. Teilweise verloren Opfer Bargeld, Gold und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro. Die Polizei konnte zwar einzelne sogenannte „Abholer“ festnehmen, warnt jedoch weiterhin vor einer aktiven Betrugswelle. 


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