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Skandal um 255.000 Euro: Niederösterreicher (34) soll Behinderung vorgetäuscht haben

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 17.04.2026 17:00

SEMMERING-GLOGGNITZ. Ermittlungen wegen Sozialbetrugs: Ein 34-jähriger Mann aus der Region Semmering–Gloggnitz steht im Verdacht, über einen längeren Zeitraum Sozialleistungen in erheblichem Umfang unrechtmäßig bezogen zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er insgesamt rund 255.000 Euro von der Pensionsversicherungsanstalt erhalten haben.

Symbolbild: studio v-zwoelf/stock.adobe.com
Symbolbild: studio v-zwoelf/stock.adobe.com

 

Die Ermittlungen richten sich wegen des Verdachts auf schweren Sozialbetrug gegen den 34-jährigen Mann. Die Behörden gehen davon aus, dass die Leistungen auf Grundlage von falschen Angaben zu seinem Gesundheitszustand gewährt wurden.

Vorgetäuschte Einschränkungen bei Untersuchungen

Im Zentrum der Vorwürfe steht der Verdacht, dass der Niederösterreicher bei medizinischen Begutachtungen eine schwere körperliche Beeinträchtigung dargestellt haben soll. Diese Angaben sollen entscheidend dafür gewesen sein, dass ihm entsprechende Leistungen zugesprochen wurden. Die Täuschung soll sich über mehrere Jahre erstreckt haben und systematisch erfolgt sein. Dadurch blieb der angeblich falsche Gesundheitszustand offenbar lange Zeit unentdeckt.

Aktives Leben im Widerspruch zu den Angaben

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf ein deutlich aktiveres Leben des Mannes. Er soll verschiedenen Freizeitaktivitäten nachgegangen sein, die nicht zu einer schweren körperlichen Einschränkung passen würden. Zusätzlich steht der Verdacht im Raum, dass er im Ausland einer beruflichen Tätigkeit nachging, während er in Österreich Leistungen wegen einer angeblichen Invalidität bezog.

Hoher Schaden für das Sozialsystem

Durch die mutmaßlich unrechtmäßig bezogenen Leistungen entstand laut bisherigen Angaben ein Schaden von rund 255.000 Euro. Der Fall zählt damit zu den größeren bekannt gewordenen Verdachtsfällen im Bereich des Sozialbetrugs.

Weitere rechtliche Schritte offen

Ob es bereits zu einer Anklage oder einer gerichtlichen Entscheidung gekommen ist, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen dem Beschuldigten strafrechtliche Konsequenzen sowie mögliche Rückforderungen der erhaltenen Leistungen.


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