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Buckelwal Timmy: Dann sendete er sein letztes Signal

Tips LogoManuel Tonezzer, 13.05.2026 11:21

DEUTSCHLAND. Der Verbleib von Buckelwal Timmy ist seit Tagen ungewiss. Nun wurde öffentlich, wann der am Tier befestigte Tracker sein bisher letztes Signal sendete.

Vor mehr als einer Woche wurde Buckelwal „Timmy“ von einer privaten Rettungsinitiative in die Nordsee entlassen. Foto: APA-Images / dpa / Philip Dulian

Lebt Buckelwal Timmy noch? Eine eindeutige Antwort darauf gibt es weiterhin nicht. Zwar halten Experten es inzwischen für wahrscheinlich, dass der junge Wal nicht mehr lebt. Menschen, die an der Rettungsaktion beteiligt waren, sehen das jedoch anders (Mehr Infos>>>).

Fest steht inzwischen zumindest, wann das letzte Signal empfangen wurde: Wie die „BILD“ berichtet, sendete der am Tier befestigte und umstrittene Tracker am vergangenen Sonntag, 10. Mai, sein letztes Signal. Seitdem gibt es keine bestätigten Sichtungen oder Hinweise mehr auf Timmys Aufenthaltsort.

Der Buckelwal war zuvor wochenlang geschwächt vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns unterwegs, hatte sich in Netzen verfangen und war mehrfach gestrandet.

Kein Signal mehr

Der Tracker lieferte zunächst keine verwertbaren Daten, sondern nur weitestgehend unbrauchbare Signale. Dadurch blieben Timmys genaue Position und seine Route unbekannt. Inzwischen sendet das Gerät allerdings überhaupt kein Signal mehr.

Karin Walter-Mommert, die die Rettungsaktion finanziell unterstützt hatte, räumte dies gegenüber der „BILD“ ein.  “Im Moment haben wir keine Signale mehr“, sagte sie Dem Bericht zufolge soll das eben bereits seit dem 10. Mai der Fall sein.

Ungenaue Trackerdaten 

Dass nun gar keine Daten mehr eingehen, könnte daran liegen, dass der Wal womöglich tot sei und deshalb nicht mehr auftauche. Allerdings könne man auch einen Defekt des Trackers nicht ausschließen.

Der Tracker sollte Positionsdaten senden, sobald der Wal für mehrere Sekunden an die Wasseroberfläche kommt, da unter Wasser keine Übertragung möglich ist. Zwar lieferte das Gerät von Anfang an keine exakten Standortdaten, dennoch registrierten die Experten vereinzelt Signale, die von den Walrettern als mögliches Lebenszeichen gewertet wurden.

Die Initiative reagiert auf Nachfragen zu ihrem Vorgehen oder dem verwendeten Trackermodell ausweichend und verweist dabei immer wieder auf „Sicherheitsgründe“.

Installation ohne Testlauf

Das Ortungsgerät wurde vom US-Walexperten Jeffrey Foster an Fridolins Rückenflosse befestigt. Laut Bericht gab es vor der Montage keinen Testlauf. Walter-Mommert vermutet daher, dass der Tracker womöglich falsch konfiguriert gewesen sein könnte.

Da Buckelwale oft nur für sehr kurze Zeit an die Oberfläche kommen, reichte die Dauer möglicherweise nicht aus, um ein Signal zu übertragen.


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