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Paukenschlag: Wal Timmy soll doch noch am Leben sein

Tips LogoManuel Tonezzer, 06.05.2026 14:40

DEUTSCHLAND. Der Verbleib des Buckelwals „Timmy“ ist weiterhin ungeklärt. Seit seiner Freilassung am 2. Mai gibt es keine bestätigten Sichtungen oder verlässlichen Hinweise auf seinen Aufenthaltsort. Das Deutsche Meersesmuseum meldete kürzlich, dass der Wal wohl gestorben sein soll. Meeresbiologe Robert Marc Lehmann sowie Karin Walter-Mommert halten allerdings dagegen.

Nachdem der Buckelwal mit einem Schiff in die Nordsee gebracht worden ist, bleibt weiter unklar, wo sich das Tier aufhält – und ob es überhaupt noch am Leben ist. Foto: APA-Images / dpa / Jens Büttner

Vier Tage nach der Rückführung in die Nordsee geht das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund davon aus, dass Buckelwal “Timmy“ inzwischen verendet ist.

Nach mehrfachen Strandungen an der deutschen Ostseeküste wurde das Tier am 2. Mai von einer privaten Initiative in die Nordsee gebracht, nun soll der Wal nach Einschätzung von Experten wahrscheinlich tot sein. 

Wo ist Timmy? 

„Da sich der Wal in einem extrem geschwächten Zustand befand und nach früheren Rettungsversuchen innerhalb kurzer Zeit immer wieder strandete, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er nicht genug Kraft besass, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen und nicht mehr lebt“, teilte unter anderem das Deutsche Meeresmuseum in einer Presseaussendung mit.

Unabhängig verifizierbare Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand des Tiers sollen laut dem Museum seit der letzten Sichtung per Drohne am vergangenen Samstag nicht mehr vorliegen. Allerdings gibt es auch Stimmen, die davon ausgehen, dass der Wal weiterhin am Leben sei.

„Dass Museum liegt falsch“

Der Meeresbiologe, Naturschützer und Youtuber Robert Marc Lehmann, der in die Rettung des Wals involviert war, hält nun aber dagegen. 

„Ich kann nicht sagen ob der Wal lebt, nur, dass das Meeresmuseum falsch liegt“, deutete der Deutsche ein Überleben des Wals kryptisch an. Möglicherweise hat Lehmann also andere Informationen. Argumente liefert er zwar keine, allerdings äußerten bereits andere Experten, dass Timmy durchaus noch am Leben sein könnte. 

Tracker-Signal am Dienstag

Karin Walter-Mommert, die die private Rettungsaktion finanziert hat, äußerte sich am gestrigen Dienstag gegenüber der „Bild“-Zeitung zu einem Tracking-Sender, den die Initiative kurz vor der Freilassung des Buckelwals am Tier angebracht hatte.

Nach ihren Angaben hat der Sender seit der Freisetzung in der Nordsee bislang rund 25 Signale gesendet – zuletzt eben am gestrigen Dienstag, dem 5. Mai. Zu orten sollen die Signale aber nicht sein. Da der Sender nur dann Daten übermittelt, wenn sich der Wal an der Wasseroberfläche befindet, wertet die Unternehmerin die empfangenen Signale als Hinweise darauf, dass „Timmy“ noch lebt.

Sollte „Timmy“ tatsächlich ertrunken sein, gilt es als äußerst unwahrscheinlich, dass sein Körper jemals gefunden wird. In dem betroffenen Bereich der Nordsee beträgt die durchschnittliche Wassertiefe rund 200 Meter, an den tiefsten Stellen sind es sogar mehr als 700 Meter.


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