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STRALSUND. Das Deutsche Meeresmuseum sieht für den mehrfach gestrandeten Buckelwal kaum noch Hoffnung. Seit der letzten bestätigten Drohnensichtung am 2. Mai um 9.24 Uhr gibt es keine unabhängig verifizierten Angaben mehr zu Aufenthaltsort und Zustand des Tieres.

Experten des Deutschen Meeresmuseums halten ein Überleben des geschwächten Wals für sehr unwahrscheinlich. (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Wie der NDR am 05. Mai 2026 berichtet, halten die Experten in Stralsund es für sehr wahrscheinlich, dass der geschwächte Wal nicht mehr lebt. Das Tier war zuvor nach mehreren Strandungen an der Ostseeküste von einer privaten Initiative in die Nordsee gebracht worden.

Letzte bestätigte Sichtung am 2. Mai

Nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums wurde der Buckelwal zuletzt im offenen Meer per Drohne nachgewiesen. Danach fehlen belastbare Daten dazu, ob er weitergeschwommen ist, Nahrung aufgenommen hat oder erneut in Not geraten ist.

Der schlechte Zustand des Tieres spielte bei der Einschätzung eine zentrale Rolle. Der Wal war bereits vor dem Transport extrem geschwächt und nach früheren Rettungsversuchen wiederholt gestrandet.

Museum fordert transparente Daten

Das Meeresmuseum fordert nun die Offenlegung von Informationen zum eingesetzten Sender. Dazu zählen das genaue Tracker-Modell, die Befestigung am Tier, Rohdaten und eine unabhängige Live-Auswertung.

Diese Daten seien wichtig, um den Fall wissenschaftlich aufzuarbeiten. Sie könnten auch helfen, künftige Lebendstrandungen großer Wale besser einzuordnen.

Fall hatte viele Menschen bewegt

Der Buckelwal hatte wochenlang bundesweit Aufmerksamkeit ausgelöst. Fachleute hatten schon vor der Verbringung in die Nordsee auf den kritischen Zustand hingewiesen.

Ob der Wal tatsächlich verendet ist, ist ohne überprüfbare Daten nicht abschließend bestätigt. Die Einschätzung aus Stralsund fällt jedoch deutlich aus: Das Tier hatte nach Ansicht der Experten wohl nicht mehr genug Kraft für längeres Schwimmen im tiefen Wasser.


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