Online-Buchung gehackt: Arbeiterkammer holt 1.500 Euro „Urlaubsgeld“ für Kärntner zurück
KÄRNTEN. Eine scheinbar harmlose Hotelbuchung endet für einen Kärntner mit 1.500 Euro Verlust. Erst der Einsatz der Arbeiterkammer bringt das Geld zurück.

Was als gewöhnliche Hotelreservierung begann, entwickelte sich für einen Kärntner zu einem teuren Schock. Der Mann hatte über eine bekannte Online-Buchungsplattform ein Hotel im italienischen Jesolo gebucht. Kurz danach erhielt er eine E-Mail sowie eine Nachricht über die App der Plattform mit der Aufforderung, seine Zahlungsdaten zu aktualisieren. Andernfalls werde die Buchung innerhalb von 24 Stunden storniert.
Die Nachricht wirkte glaubwürdig. Der Konsument hatte erst wenige Tage zuvor eine neue Kreditkarte erhalten und vermutete daher eine routinemäßige Sicherheitsabfrage. Er folgte der Aufforderung – mit fatalen Folgen: Kurz darauf wurden 1.500 Euro von seinem Kreditkartenkonto abgebucht.
Warnung blieb trotz Hackerangriff aus
Erst später stellte sich heraus, dass es sich um eine betrügerische Zahlungsaufforderung handelte. Besonders brisant: Sowohl dem Hotel als auch der Buchungsplattform war ein Hackerangriff bereits bekannt. Trotzdem erhielt der Kärntner keinerlei Warnung vor möglichen Betrugsnachrichten.
AK-Präsident Günther Goach kritisiert dieses Vorgehen scharf. Wer von einem Sicherheitsproblem weiß, müsse Kunden rechtzeitig informieren. Transparente Warnungen seien keine freiwillige Serviceleistung, sondern eine klare Pflicht.
Arbeiterkammer greift ein
Der Betroffene wandte sich schließlich an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten. Konsumentenschützerin Valentina Konatschnig nahm Kontakt mit dem Kreditkarteninstitut, dem Hotel und der Buchungsplattform auf.
Nach den Interventionen lenkte die Plattform ein und erstattete dem Kärntner den gesamten Betrag von 1.500 Euro.


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