BLUE MOUNDS. Die frühere Baywatch-Darstellerin Alexandra Paul ist nach einer Protestaktion auf dem Gelände von Ridglan Farms im US-Bundesstaat Wisconsin festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden drangen dort am Sonntag, 15. März, 50 bis 60 Aktivisten ohne Erlaubnis ein. Rund 20 Personen wurden vorläufig festgenommen.

Wie stern.de am 17. März 2026 berichtet, gehörte die 62-Jährige zu jener Gruppe, die auf das Gelände der Anlage in Blue Mounds gelangte. Einige Aktivisten nahmen Hunde aus dem Betrieb mit, mehrere Tiere wurden später zurückgebracht, andere waren laut Sheriffbüro zunächst weiter nicht auffindbar.
Das Sheriffbüro stellte nach eigenen Angaben zwei Fahrzeuge sowie Werkzeuge und weiteres Beweismaterial sicher. Die Ermittlungen liefen am Dienstag weiter, auch weil der genaue Ablauf der Aktion noch aufgearbeitet wird.
Betrieb steht seit Längerem in der Kritik
Ridglan Farms gilt als großer Zuchtbetrieb für Beagles, die für wissenschaftliche Forschungszwecke vorgesehen sind. Nach einer Untersuchung zum Tierschutz erklärte sich der Betrieb laut Behörden bereit, seine Zuchtlizenz bis 1. Juli 2026 zurückzugeben.
Für die Einsatzkräfte stand am Sonntag vor allem die Sicherung des Geländes im Vordergrund. Neben Deputys waren auch Beamte mehrerer Polizeidienststellen aus der Region im Einsatz.
Paul engagiert sich seit Jahren für Tierrechte
Alexandra Paul wurde vor allem durch ihre Rolle als Stephanie Holden in der Serie Baywatch bekannt, in der sie von 1992 bis 1997 mitspielte. Seit Jahren tritt sie öffentlich für Tierrechte ein und geriet damit bereits früher in Konflikt mit dem Gesetz.
2023 wurde sie Medienberichten zufolge in einem Verfahren um zwei Hühner aus einem Geflügeltransporter freigesprochen. Der aktuelle Fall rückt ihr Engagement nun erneut in den Fokus der Öffentlichkeit.


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