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Krankenhaus Kufstein: 174-Millionen-Projekt stärkt Versorgung und bringt mehr Kapazität ins Tiroler Unterland

Tips LogoThomas Leitner, 29.03.2026 16:40

TIROL. Mehr Betten, moderne Medizin und neue Strukturen. Das Bezirkskrankenhaus Kufstein investiert massiv in die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung.

Erweiterungsbau Bezirkskrankenhaus Kufstein (Foto: Visualisierung: Zoom VP | Architekten: gärtner+neururer zt gmbh)

Das Bezirkskrankenhaus Kufstein stellt die Weichen für die Zukunft: Mit einem umfassenden Erweiterungsbau wird die medizinische Versorgung im Tiroler Unterland deutlich ausgebaut. Rund 174 Millionen Euro fließen bis 2032 in das Großprojekt – ein klares Signal für den Gesundheitsstandort.

Starkes Signal für die Region

Für Tirols Landeshauptmann Anton Mattle ist das Projekt ein bewusstes Gegenmodell zu aktuellen Diskussionen über Spitalsschließungen: „Wir setzen in Tirol auf den Erhalt und die Stärkung der Bezirkskrankenhäuser.“ Ziel sei es, die wohnortnahe Versorgung langfristig abzusichern und auszubauen.

Der Ausbau reagiert auf die steigenden Anforderungen durch die demografische Entwicklung und setzt zentrale Vorgaben des Regionalen Strukturplans Gesundheit um.

Mehr Betten, mehr Möglichkeiten

Kern des Projekts ist die Erweiterung der Kapazitäten: Künftig stehen 437 Planbetten inklusive ambulanter Plätze zur Verfügung – ein Plus von rund 15 Prozent. Besonders profitieren stark nachgefragte Bereiche wie Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie sowie Orthopädie und Traumatologie.

Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele betont: „Wir investieren bewusst in moderne Strukturen, Versorgungssicherheit und die Menschen in der Region.“

Auch Intensivmedizin, Akutgeriatrie und der Palliativbereich werden gezielt ausgebaut.

Fokus auf moderne Abläufe

Neben dem Neubau wird auch der Bestand umfassend modernisiert. Neue Ambulanzbereiche für mehrere Fachrichtungen entstehen, die Intensivstation wird gebündelt und auf 17 Betten erweitert.

Zudem setzt das Krankenhaus verstärkt auf die Strategie „digital vor ambulant vor stationär“. Heißt: mehr digitale Angebote, effizientere Abläufe und eine Stärkung der ambulanten Versorgung.

Geplant sind außerdem ein neuer Entbindungsbereich, zusätzliche Räume für ambulante Operationen sowie eine größere zentrale Erstversorgung.

Gemeinden ziehen an einem Strang

Das Projekt wird breit von den Gemeinden getragen. Als Träger steht ein Gemeindeverband hinter dem Krankenhaus.

Verbandsobmann Rudi Puecher stellt klar: „Unsere Gemeinden stehen geschlossen hinter diesem Projekt.“ Die finanzielle Basis wurde über Jahre hinweg durch gemeinsame Rücklagen geschaffen.

Mehr als nur ein Neubau

Für den Ärztlichen Direktor Peter Ostertag geht es um weit mehr als zusätzliche Fläche: „Wir gewinnen bessere medizinische und organisatorische Möglichkeiten.“

Der Ausbau soll die Abläufe optimieren, die Arbeitsbedingungen verbessern und vor allem die Versorgung der Patienten nachhaltig stärken.


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