Pokémon, Uhren, Luxus: Das sammelten Österreicher 2025 besonders gern auf Catawiki
ÖSTERREICH. Vom Rolex-Boom bis zur Pokémon-Karte. Trotz Sparmodus griffen Österreicher 2025 bei Auktionen kräftig zu – und setzten auf Seltenes.

Trotz verhaltener Konsumlaune gönnten sich viele Österreicher 2025 etwas Besonderes: Sammlerstücke. Auf der Online-Auktionsplattform Catawiki stieg die Zahl der Erstkäufer im vergangenen Jahr um 25 Prozent. Mehr als 80.000 Objekte wechselten in Österreich den Besitzer, zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Besonders bemerkenswert: Im Schnitt gaben Nutzer hierzulande mehr als 1.500 Euro pro Jahr aus. Damit zählt Österreich zu den stärksten Märkten der Plattform.
Luxus bleibt ein Dauerbrenner
Am meisten Geld floss 2025 in Uhren. Dahinter folgten Schmuck sowie moderne und zeitgenössische Kunst. Besonders teuer wurde es bei einem Diamanten in 18-karätigem Weißgold, der für 24.150 Euro verkauft wurde. Auch ein limitierter Druck des Street-Art-Künstlers Invader fand für 9.000 Euro einen Käufer aus Österreich.
Bei den Verkäufern aus Österreich sorgte vor allem eine Uhr für Aufsehen: Eine Rolex Cosmograph Daytona brachte 19.500 Euro. Dass Luxusuhren gefragt bleiben, zeigt sich auch bei den Suchanfragen. Marken wie Rolex, Omega und Cartier zählen im deutschsprachigen Raum zu den meistbeobachteten Begriffen.
Pokémon legt kräftig zu
Für das stärkste Wachstum sorgte allerdings ein ganz anderes Sammelgebiet: Pokémon. Die Zahl der verkauften Objekte stieg um 65 Prozent. Damit überholten die Sammelkarten sogar Briefmarken, die um 60 Prozent zulegten. Ebenfalls stark gefragt waren Handtaschen sowie Figuren und Skulpturen.
Dass der Hype längst kein Kinderzimmer-Thema mehr ist, zeigen die Preise. Ein Set aus zehn Pokémon-Karten in der Top-Bewertung „PSA 10“ wurde für knapp 1.700 Euro verkauft. Drei klassische Boosterpacks mit Blastoise, Charizard und Venusaur brachten rund 1.400 Euro.
Von Wein bis Blechspielzeug
Gefragt waren aber auch echte Raritäten quer durch alle Kategorien. Ein Blechspielzeug-Schiff mit Aufziehmechanismus aus den Jahren 1910 bis 1919 erzielte 4.300 Euro. Ein 2014er Domaine de la Romanée-Conti aus Burgund wurde sogar für 11.000 Euro versteigert. Und manchmal ging alles blitzschnell: Eine Sammlung mit 159 Münzen erreichte ihren Mindestpreis schon nach 47 Sekunden.
Klassiker auf vier Rädern
Richtig teuer wurde es bei Autos. Das kostspieligste Objekt, das ein österreichischer Sammler 2025 kaufte, war ein Mercedes-Benz 280 SL „Pagode“ von 1968 für 162.000 Euro. Dahinter folgten ein Jaguar XK140 DHC SE für 103.000 Euro und ein Ferrari F430 für 86.000 Euro.
Catawiki sieht darin einen klaren Trend. „Klassische Kategorien wie Uhren, Kunst und Wein bleiben wichtig, aber auch neuere Bereiche wie Sammelkarten gewinnen an Bedeutung“, sagt Genevieve Tearle, VP Collectables bei Catawiki. Österreich sammelt also weiterhin mit Stil – und zunehmend auch mit Popkultur.


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