BAGDAD. In der irakischen Hauptstadt ist eine US Journalistin entführt worden. Die Frau wurde von Medienorganisationen als Shelly Kittleson identifiziert. Irakische Behörden meldeten die Festnahme eines Verdächtigen, die Suche nach weiteren Beteiligten und nach der Journalistin läuft weiter.

Wie der Guardian am 1. April 2026 berichtet, wurde Kittleson am Dienstag in Bagdad verschleppt. Das irakische Innenministerium leitete nach eigenen Angaben sofort einen Einsatz ein, bei dem ein mutmaßlich beteiligtes Fahrzeug nach einer Flucht gestoppt und ein Verdächtiger festgenommen wurde.
Die Journalistin wurde von Al Monitor und von Medienverbänden als Shelly Kittleson genannt. Sie arbeitet freiberuflich und berichtet seit Jahren aus dem Nahen Osten, unter anderem aus dem Irak und aus Syrien.
Fahndung läuft weiter
Nach Angaben des Innenministeriums wurde eines der Fahrzeuge der mutmaßlichen Täter abgefangen, nachdem es sich bei der Flucht überschlagen hatte. Kittleson befand sich zu diesem Zeitpunkt laut Al Monitor nicht in diesem Wagen.
Die US Regierung geht nach bisherigem Stand davon aus, dass ein festgenommener Verdächtiger Verbindungen zur proiranischen Miliz Kataib Hezbollah hat. Eine abschließende öffentliche Bestätigung der Verantwortlichen durch irakische Behörden lag dazu zunächst nicht vor.
Sicherheitslage erneut im Fokus
Der Fall rückt die Sicherheitslage in Irak erneut in den Mittelpunkt. Das US Außenministerium erklärte laut Al Monitor, Kittleson sei vor der Reise vor Bedrohungen gewarnt worden, zugleich wurde die bestehende Reisewarnung für US Bürger bekräftigt.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt, dass es in Bagdad bereits 2023 einen international beachteten Entführungsfall gab. Ob und wann Kittleson freikommt, war am Mittwochvormittag noch offen.


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