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SALZBURG. Ein vermisster Schitourengeher wurde nach einem Lawinenabgang in Obertauern tot geborgen. Dramatische Suche endete am Samstag tragisch.
 

Lawinenunglück in Obertauern (Foto: kiono)
Lawinenunglück in Obertauern (Foto: kiono)

In Obertauern ist ein 40-jähriger Schitourengeher aus der Slowakei nach einem Lawinenabgang ums Leben gekommen. Der Mann war bereits am Freitagabend als abgängig gemeldet worden. Eine sofort eingeleitete Suchaktion der Bergrettung und Alpinpolizei führte noch in der Nacht zu einem dramatischen Hinweis auf das Unglück.

Einfahrtspur führte direkt zur Lawine

Kurz nach 22 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte am Nordosthang der Plattenspitze eine Lawine mit einer klar erkennbaren Einfahrtspur. Damit verdichtete sich der Verdacht, dass der Vermisste von den Schneemassen erfasst worden war. Doch ausgerechnet in diesem entscheidenden Moment machten heftige Winde und die akute Lawinengefahr ein weiteres Vordringen zur Unfallstelle unmöglich.

Die Retter mussten die Suche unter schwierigsten Bedingungen kurz nach Mitternacht abbrechen. Während die Nacht über dem Berg lag, blieb die Situation angespannt. Jeder Zeitverlust wog schwer, doch das Risiko für die Einsatzkräfte war zu groß.

Suche am Morgen endet mit trauriger Gewissheit

Am Samstag um 8 Uhr wurde die Suche erneut aufgenommen. Per Hubschrauber gelangten die Rettungskräfte zum Lawinenkegel, wo sie systematisch nach dem Vermissten suchten. Kurz vor 11 Uhr dann die traurige Gewissheit: Der 40-Jährige wurde lokalisiert und aus einer Tiefe von mehr als zwei Metern ausgegraben. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Der Schitourengeher führte kein LVS-Gerät mit. Gerade bei Touren im freien alpinen Gelände zählt die Lawinenverschüttetensuche zu den entscheidenden Faktoren, wenn es um Minuten und Überlebenschancen geht. Die Bergung des Toten konnte am Samstag wegen der schlechten Wetterverhältnisse zunächst noch nicht durchgeführt werden.

 


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