WISMAR. Im Streit um den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee hat Robert Marc Lehmann seinen angekündigten Rettungseinsatz abgesagt. Kurz danach war sein Instagram-Account nicht mehr erreichbar. Das Team des Meeresbiologen spricht von einer bewussten Deaktivierung.

Wie die Frankfurter Rundschau am 7. April 2026 berichtet, zog Lehmann seine zuvor angekündigte Hilfe in einer Instagram-Story zurück. Nach dem viel beachteten Vorstoß rund um den Buckelwal „Timmy“ blieb damit ein neuer Einsatz aus.
Wenig später war sein Profil auf Instagram nicht mehr auffindbar. Nach Angaben seines Teams über den Vereinskanal von Mission Erde wurde der Account bewusst deaktiviert, weil Lehmann sich auf eine andere Mission konzentriere. Worum es dabei geht, blieb offen.
Debatte um Rolle bei Rettung
Der Rückzug beendet vorerst eine Debatte, die in den vergangenen Tagen viel Aufmerksamkeit ausgelöst hatte. Lehmann hatte mit einer möglichen Rettungsaktion Hoffnungen geweckt, am Ende kam ein neuer Anlauf aber nicht zustande.
Im Mittelpunkt stand dabei auch die Frage, welche Rolle externe Unterstützer bei der weiteren Betreuung des Tieres überhaupt noch spielen können. Öffentlich hat Lehmann zuletzt keinen weiteren Einsatz angekündigt.
Lage des Wals bleibt kritisch
Unabhängig davon bleibt die Situation des Buckelwals in der Wismarbucht ernst. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hatte bereits erklärt, das Tier sei stark geschwächt, mehrfach gestrandet und reagiere kaum noch auf vorsichtige Impulse.
Die beteiligten Fachleute setzen deshalb auf ein möglichst behutsames Vorgehen, um zusätzlichen Stress zu vermeiden. Nach Einschätzung des Ministeriums spricht vieles dafür, dass der Wal seine Route nicht mehr fortsetzen kann.


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