Hunderttausende Passagiere betroffen: Airline streicht zahlreiche Flüge in Europa
EUROPA. Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair reduziert ab Frühjahr 2026 ihr Streckennetz in mehreren europäischen Ländern drastisch.

Die Maßnahme betrifft insbesondere regionale Flughäfen und weniger profitable Verbindungen und wird voraussichtlich Hunderttausende Reisende betreffen.
Betriebsstopp auf den Azoren
Mit 29. März stellte Ryanair alle Flüge zu und von den Azoren ein. Damit endet der Betrieb der Airline in der Region vollständig. Betroffen sind sechs zentrale Routen, die bislang rund 400.000 Passagiere pro Jahr bedienten. Die eingesetzten Flugzeuge werden künftig auf Märkte mit höheren Erträgen und niedrigeren Betriebskosten umverteilt.
Umfangreiche Streichungen in Spanien
In Spanien sind vor allem Regionalflughäfen betroffen. Ryanair hat alle Flüge nach Asturien und Vigo eingestellt und die Basis in Santiago de Compostela geschlossen. Zudem werden Verbindungen von Santander, Saragossa, Valladolid und Jerez reduziert oder gestrichen. Auch die Flüge zu den Kanarischen Inseln, darunter Tenerife Nord, entfallen.
Reduzierungen in Deutschland
In Deutschland fallen insgesamt rund 24 Strecken weg. Betroffen sind sowohl größere Städte wie Berlin, Hamburg und Köln als auch kleinere Flughäfen. Anderes Angebot in Frankreich und BelgienIn Frankreich entfällt der Betrieb zu mehreren Regionalflughäfen, darunter Bergerac, Brive und Strasbourg. Auch in Belgien reduziert Ryanair etwa 20 Strecken, vor allem von den Flughäfen Brüssel und Charleroi. Insgesamt gehen dort rund eine Million Sitzplätze verloren.
Gründe für die Streichungen
Hauptursachen für die Reduzierungen sind Berichten zufolge gestiegene Flughafengebühren, höhere Luftverkehrssteuern und gestiegene Betriebskosten. Die Airline verlagert ihre Kapazitäten in Märkte mit niedrigeren Kosten und stärkerer Nachfrage. Besonders unprofitable Verbindungen zu kleineren Regionalflughäfen werden aufgegeben.
Neue Schwerpunkte der Airline
Ryanair setzt künftig stärker auf Märkte mit niedrigen Betriebskosten und hoher Nachfrage, darunter Mittel- und Osteuropa sowie ausgewählte Metropolen. Gleichzeitig soll die Präsenz auf weniger profitablen Regionalstrecken deutlich reduziert werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden