LINZ. Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat 13 Pesto-Rosso-Produkte untersuchen lassen. Vier Bio-Produkte schnitten im Labortest am besten ab, während in anderen Erzeugnissen Spuren von BPA, Schimmelpilzgiften und Pestiziden gefunden wurden. Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung ergab der Test laut AK nicht.

Wie die Arbeiterkammer Oberösterreich am Mittwoch, 8. April 2026, berichtet, waren alle Bio-Produkte und zusätzlich ein konventionelles Pesto frei von Pestiziden. Vier Bio-Produkte enthielten laut Untersuchung überhaupt keine gesundheitlich bedenklichen Rückstände.
Zu den Testsiegern zählen Bio Pesto Rosso von Spar, Bio Natura Pesto Rosso von Hofer, billa bio Pesto Rosso und Kania Bio Pesto Rosso von Lidl. Der Test zeigt damit vor allem Unterschiede bei der Qualität und weniger bei einer akuten Gefahr für Konsumenten.
Vier Produkte vorne
In vier Pestos wurden relevante Mengen an Alternariatoxinen festgestellt. Diese Stoffe entstehen durch Schimmelpilze, die häufig Tomaten befallen. Laut AK lagen die meisten Produkte zwar unter den europäischen Empfehlungen, einzelne Proben schöpften diese Werte aber deutlich aus.
Bei fünf konventionellen Pestos wurden außerdem Spuren von Bisphenol A gefunden. Dieser Stoff kann hormonell wirken. Laut Test könnte beim am stärksten belasteten Produkt schon der regelmäßige Verzehr kleiner Mengen das als sicher geltende Maß für eine 60 Kilo schwere Person überschreiten.
Rückstände vor allem bei konventioneller Ware
Bei den konventionellen Produkten wurden laut Untersuchung fast durchgehend Pestizidrückstände nachgewiesen. Bio-Produkte blieben in diesem Punkt vollständig unauffällig. Zusätzlich fand das Labor in einem Produkt Dimethomorph, das als fortpflanzungsschädigend eingestuft ist.
In einem weiteren Pesto wurde Chlorantraniliprol entdeckt. Dieses Insektizid gilt laut den im AK-Test angeführten Bewertungen als problematisch für Wasserorganismen und als schwer abbaubar in der Umwelt. Für Konsumenten bedeutet das vor allem: Ein genauer Blick auf Produktwahl und Qualität kann sich lohnen.
Quelle: Arbeiterkammer Oberösterreich


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